Computer und Co.
02.02.2018

Telegram zurück in Apples App Store

Cupertino/Zürich (dpa) - Die Kurzmitteilungs-App Telegram ist nach weniger als einem Tag Abwesenheit wieder in den App Store von Apple zurückgekehrt.

Gründer Pawel Durow hatte am Donnerstag erklärt, Telegram sei von Apple darauf hingewiesen worden, dass über die zwei Versionen der App unangemessene Inhalte verbreitet worden seien. Deshalb habe Apple sie von der Download-Plattform verbannt.

Durow hatte schon da in Aussicht gestellt, dass die Anwendung zurückkommt, wenn nicht näher erläuterte «Schutzmechanismen eingeführt» werden. Auch jetzt gab es keine Angaben dazu, welche Änderungen Telegram vornahm. Apple äußerte sich bisher nicht zu dem Thema.

Telegram war in der Vergangenheit wiederholt wegen der Verbreitung von Terror-Propaganda kritisiert worden und hatte die Maßnahmen dagegen verschärft. Zugleich sehen die App-Store-Regeln strikte Einschränkungen für die Verbreitung nicht jugendfreier Inhalte vor.

Durow hatte zunächst den russischen Facebook-Klon VKontakte gegründet, gab die Kontrolle über die Firma jedoch unter dem Druck des Kreml ab. Mit Telegram gründete er danach einen Messaging-Dienst, der mit effizienter Verschlüsselung wirbt. IT-Sicherheitsexperten äußerten allerdings immer wieder Zweifel daran, wie robust die hauseigenen Krypto-Algorithmen von Telegram sind. Durows Firma hat keinen festen Sitz, sondern die Mitarbeiter ziehen von einer Stadt zur anderen.



Thema des Tages

UN-Sicherheitsratssitzung zu Syrien endet ohne Ergebnis

New York/Damaskus/Berlin (dpa) - Eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zum Syrien-Konflikt ist an diesem Donnerstag in New York ohne Einigung über eine Waffenruhe zu Ende gegangen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Eishockey-Cracks träumen vom Finale, Biathleten von Gold
  • Russlands zweideutige Rolle in Ost-Ghuta
  • Trump hält bewaffnete Lehrer für Mittel gegen Schulmassaker
  • Computer

    Finanzspritze für WhatsApp-Verschlüsselung

    San Francisco (dpa) - Ein WhatsApp-Mitgründer steckt 50 Millionen Dollar in Technologie für verschlüsselte Kommunikation. Das Geld von Brian Acton kommt der App Signal Messenger zugute, mit deren Software unter anderem auch WhatsApp abgesichert wird. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Bitkom: 30-Milliarden-Markt rund um das Smartphone
  • «Angry Birds»-Firma Rovio verliert Hälfte des Börsenwerts
  • Deutschlands Datenautobahnen: Die schwierige «letzte Meile»


  • Wissenschaft

    Von wegen wild: Pferdegeschichte wird umgeschrieben

    Lawrence/Kopenhagen (dpa) - Bislang galten Przewalski-Pferde als die letzten Wildpferde der Welt. Jetzt zeigt eine Studie: Die robusten Tiere mit ihren dicken Fellen und Borstenmähnen sind gar keine echten Wildpferde, sondern - ähnlich wie Mustangs - nur verwildert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Studie: Neandertaler schufen älteste Höhlenkunst
  • Effizientere Herstellung von Malaria-Wirkstoff angekündigt
  • Marssonde ExoMars beginnt mit Suche nach Methangas
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.529,00 +0,54%
    TecDAX 2.592,50 +0,36%
    EUR/USD 1,2305 -0,19%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation