Computer und Co.
24.11.2017

Uber informierte zuerst potenziellen Investor über Datenklau

San Francisco (dpa) - Uber hat sich auch nach dem Chefwechsel Zeit damit gelassen, Behörden und Betroffene über den ein Jahr zurückliegenden großen Datendiebstahl zu informieren. Zunächst sei der potenzielle Investor Softbank im Zuge der Verhandlungen unterrichtet worden.

Das bestätigte der Fahrdienst-Vermittler dem Finanzdienst Bloomberg. Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi habe rund zwei Wochen nach seinem Amtsantritt am 5. September von dem Vorfall erfahren, schrieb das «Wall Street Journal». Er habe eine Untersuchung angeordnet und erst ihr Ergebnis abwarten wollen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Hacker hatten sich im Oktober 2016 über eine Sicherheitslücke Zugriff auf Daten von 50 Millionen Passagieren und 7 Millionen Fahrern verschafft. Laut Uber geht es um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern weltweit. Bei 600.000 Fahrern in den USA sei auch die Führerschein-Nummer betroffen. Bei der Attacke seien nach bisherigen Erkenntnissen aber keine Kreditkarten-Daten oder Informationen zu Fahrten gestohlen worden, betonte die Firma.

Statt Behörden und Betroffene zu benachrichtigen, bezahlte Uber den Hackern 100.000 Dollar (aktuell rund 85.000 Euro), damit sie die gestohlenen Daten vernichten. Khosrowshahi gab den Datenklau erst diese Woche bekannt und erklärte, er selbst habe erst kürzlich davon erfahren. Einen genauen Zeitraum nannte er nicht. Die New Yorker Staatsanwaltschaft und Datenschützer in mehreren Ländern leiteten nach dem Eingeständnis des Hacks Ermittlungen ein.

Softbank wurde nach Informationen des «Wall Street Journal» vor rund drei Wochen unterrichtet. Der japanische Technologiekonzern erwägt, rund zehn Milliarden Dollar in Uber-Aktien zu stecken. Dabei sollen nach bisherigen Angaben direkt bei Uber Anteile für eine Milliarde Dollar erworben werden - zu der bisherigen Firmenbewertung von rund 68 Milliarden Dollar, die nach den jüngsten Skandalen immer mehr angezweifelt wurde. Insofern ist es für Uber sehr wichtig, dass dieser Deal gelingt.



Thema des Tages

Verletzte bei Gewalttat in Lübecker Linienbus

Lübeck (dpa) - Bei einer Gewalttat in einem Linienbus sind am Freitag in Lübeck acht Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Polizei-Lagezentrums erlitten drei von ihnen mittelschwere und fünf weitere leichte Verletzungen. Das sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Nachmittag. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Trump lädt Putin ins Weiße Haus ein
  • Merkel: Vertrauen verloren durch rüde Töne im Asylstreit
  • Merkels Programm nach der Sommerpause
  • Computer

    Über den Wolken online - Internet im Flugzeug

    Düsseldorf (dpa) - Was für ein ungewohntes Gefühl: Das Handy ausschalten, sich für ein paar Stunden von der Welt abkapseln, für niemanden erreichbar sein. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Cloud-Boom beschert Microsoft kräftige Geschäftszuwächse
  • Spielemesse Gamescom: Im Jubiläumsjahr weiter auf Rekordkurs
  • Deutscher Musikmarkt: Streaming erstmals stärker als CD


  • Wissenschaft

    Risiko Darmkrebs - Künftig Einladung zur Früherkennung

    Berlin (dpa) - Versicherte werden künftig regelmäßig ab dem 50. Lebensjahr schriftlich zur Darmkrebsfrüherkennung eingeladen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Publikationen in pseudowissenschaftlichen Zeitschriften
  • Mücken im Anflug - darunter auch tropische Arten
  • Künstliche Befruchtung: Das Mädchen aus dem Reagenzglas
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.546,00 -1,11%
    TecDAX 2.874,25 +0,17%
    EUR/USD 1,1702 +0,48%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation