Computer und Co.
12.10.2017

KI-Anwendungen: Microsoft sieht Potenzial für Behinderte

Berlin (dpa) - Für die gesellschaftliche Akzeptanz von künstlicher Intelligenz (KI) sind nach Einschätzung von Microsoft vor allem konkrete Anwendungsszenarien und transparente Ziele von Bedeutung.

Eine repräsentative Studie habe ergeben, dass nur gut ein Viertel der Menschen in Deutschland glauben, dass KI-Anwendungen sich positiv auf unsere Gesellschaft auswirken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dass sie einen maßgeblichen Beitrag für Menschen mit Behinderung beisteuern könnten, glauben hingegen 89 Prozent der Befragten.

«Das zeigt, wie wichtig es ist, künstliche Intelligenz nicht im stillen Kämmerlein zu entwickeln», sagte Microsoft-Managerin Astrid Aupperle. In Berlin diskutierte das Software-Unternehmen am Donnerstag darüber, wie die Technologien zum Beispiel Menschen mit Behinderungen ganz erheblich die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben erleichtern kann.  

Von barrierefreier Technologie könnten weltweit mehr als eine Milliarde Menschen profitieren, sagte Thomas Langkabel von Microsoft Deutschland. Das Software-Unternehmen wolle künftig bei der Entwicklung von Produktivitätswerkzeugen generell die Barrierefreiheit von Beginn an mit berücksichtigen.

Als Beispiel, wie künstliche Intelligenz etwa Blinden helfen kann, sich frei an öffentlichen Orten zu bewegen, verwies das Unternehmen auf die Anwendung «Seeing AI». Die App teilt dem Nutzer per Sprache mit, was konkret in der Umgebung zu sehen ist. Auch intelligente Lösungen wie die «Emma Watch» könne vielen Menschen große Erleichterung im Alltag eröffnen. Das Armband wurde von Microsoft-Entwicklerin Haiyan Zhang für die Grafik-Designerin Emma Lawton entwickelt, die an Parkinson erkrankt ist. Es steuert dem durch die Krankheit ausgelösten Zittern der Hand so entgegen, dass die Trägerin wieder mit einem Stift zeichnen kann.



Thema des Tages

FDP und Grüne entdecken Gemeinsamkeiten

Berlin (dpa) - Nach einem recht harmonischen Beginn der Jamaika-Gespräche provoziert FDP-Chef Christian Lindner die Union mit Äußerungen zur Zukunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Vorsitzende habe nach der Bundestagswahl «einen deutlich spürbaren Autoritätsverlust» erlitten. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Lindner und Kubicki sticheln
  • Was FDP und Grüne verbindet - und was sie trennt
  • Rajoy bereitet Zwangsmaßnahmen gegen Separatisten vor
  • Computer

    Das große Buhlen um Amazons zweites Zuhause

    Seattle/New York (dpa) - Das Versprechen von Jeff Bezos ist Musik in den Ohren jedes Bürgermeisters und Gouverneurs: «Amazons zweites Hauptquartier wird Milliarden an Investitionen und Zehntausende hochbezahlter Jobs bringen». »weiter
    Lesen Sie auch:
  • BSI warnt vor Cyber-Attacken zum Weltklimagipfel in Bonn
  • Telekom-Konkurrenten bauen massiv Glasfaser aus
  • EU drängt USA zum Nacharbeiten beim «Datenschutzschild»


  • Wissenschaft

    Dackelblick: Hunde setzen Mimik möglicherweise gezielt ein

    Portsmouth (dpa) - Was Herrchen und Frauchen schon lange ahnen, haben Forscher wissenschaftlich untermauert: Hunde können möglicherweise ihre Mimik - darunter den sprichwörtlichen Dackelblick - gezielt zu Kommunikationszwecken einsetzen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
  • Wissenschaftler wollen Garnelen möglichst vegan ernähren
  • Ausstellung über Klima und Evolution in Halle
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 13.005,50 -0,29%
    TecDAX 2.497,25 -0,88%
    EUR/USD 1,1840 +0,40%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation