Thema des Tages
07.07.2012

Rückblick: Gaddafis verlorener Kampf um die Macht

Berlin (dpa) - Jahrzehnte war Muammar al-Gaddafi der unumschränkte Herrscher Libyens. Dann formierte sich der Widerstand gegen den Diktator, die Proteste wurden zum Bürgerkrieg. Ein Rückblick:

15. Februar: Die Proteste aus Tunesien und Ägypten schwappen auf Libyen über. Bei Zusammenstößen in Bengasi zwischen Aufständischen und Gaddafi-Anhängern gibt es viele Verletzte. Blutige Kämpfe folgen.

25. Februar: Es sind keine Regierungstruppen mehr in Bengasi; die Stadt wird zur Rebellen-Hochburg. Die USA verhängen Sanktionen.

27. Februar: Vermutlich Tausende Menschen sind tot oder verletzt. Ein Teil der Aufständischen gründet den libyschen Nationalrat in Bengasi. Die Kämpfe gehen weiter.

17. März: Der UN-Sicherheitsrat billigt eine Flugverbotszone ohne Einsatz von Besatzungstruppen. Deutschland enthält sich. Gaddafi droht mit einem Blutbad.

18. März: Gaddafis Regime kündigt einen Waffenstillstand an. Doch die Aufständischen beklagen weitere Angriffe.

19. März: Das Flugverbot wird mit militärischer Gewalt durchgesetzt, erste Kampfflugzeuge der Verbündeten über Bengasi.

21. August: Gaddafi ruft zum «Kampf bis zum letzten Blutstropfen» auf. Nach schweren Gefechten um Tripolis feiern Hunderte bereits am Grünen Platz den Sturz des Diktators, Gaddafi bleibt verschwunden.

24. August: Weitere Gefechte in Tripolis und anderen Orten. Die Übergangsregierung legt einen Zeitplan für das Libyen nach Gaddafi vor und kündigt Wahlen binnen acht Monaten an.

25. August: Die ersten Minister des Übergangsrats ziehen unter dem Jubel der Menschen in Tripolis ein. Eine Spezialeinheit der britischen Armee sucht nach Gaddafi und seinen Söhnen.

29. August: Die Familie Gaddafis flüchtet nach Algerien. Seine Frau Safija, die Söhne Hannibal und Mohammed sowie die Tochter Aischa treffen dort ein. Mitte September setzt sich Gaddafis Sohn Al-Saadi nach Niger ab.

13. September: Libyen soll ein gemäßigter islamischer Rechtsstaat werden, verspricht der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, vor Anhängern in Tripolis. Vorbild sei die Türkei.

16. September: Die UN-Vollversammlung spricht Gaddafis Gegnern den libyschen UN-Sitz zu. Derweil blasen die Rebellen zum Angriff auf die letzten verbliebenen Hochburgen des Ex-Diktators.

22. September: Mit der Einnahme mehrerer Wüstenoasen kappen die Truppen des Übergangsrates mögliche Fluchtwege Gaddafis und seiner Getreuen durch die Sahara in ein Exil im afrikanischen Ausland.

17. Oktober: Milizen des Übergangsrates nehmen die Stadt Bani Walid ein. Damit kontrollieren Kämpfer Gaddafis nur noch Teile seiner Geburtsstadt Sirte.

20. Oktober: Gaddafi wird in Sirte von Rebellen getötet.



Thema des Tages

Drama pur im Bundesliga-Finale

Düsseldorf (dpa) - Fortuna Düsseldorf ist am Samstag nach nur einem Jahr wieder aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Der FC Augsburg schaffte hingegen am letzten Spieltag den Klassenverbleib, 1899 Hoffenheim tritt als Tabellen-16. in der Relegation gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern an. Glückliche Schalker haben durch ein 2:1 (1:0) beim direkten Verfolger SC Freiburg Platz vier in der Bundesliga verteidigt und sich die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League gesichert. Und die Torjägerkanone? Die sicherte sich in buchstäblich letzter Minute Stefan Kießling (Bayer Leverkusen). »weiter
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    London/Berlin (dpa) - Die «Financial Times» ist am Freitag zur nächsten großen Medienorganisation geworden, deren Twitter-Profile von angeblichen syrischen Hackern erfolgreich angegriffen wurden. »weiter
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