Computer und Co.
25.05.2012

Bitkom warnt vor Verteuerung von USB-Sticks

Bitkom zufolge könnten die Preise für USB-Sticks um bis zu 30 Prozent in die Höhe schnellen. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa) - USB-Sticks und Speicherkarten könnten wegen erhöhter Pauschalen für Urheberabgaben ab Juli deutlich teurer werden. Die Preise könnten um bis zu 30 Prozent in die Höhe schnellen, teilte der Branchenverband Bitkom am Freitag mit.

Grund dafür sei eine Ende 2011 aufgekündigte Vereinbarung zwischen dem Bitkom und der Zentralstelle für private Überspielungsrechte ZPÜ. Die neuen Forderungen der Verwertungsgesellschaften bis zu 1,95 Euro pro Medium stünden als «Mondtarife» in «keinem Verhältnis zum Verkaufspreis», kritisiert der Bitkom als Vertreter der Hersteller.

Konkret forderten die Verwertungsgesellschaften für USB-Sticks und Speicherkarten bis vier Gigabyte eine Abgabe von 91 Cent, erklärte der Bitkom. Auf leistungsfähigeren Geräten sollen Abgaben zwischen 1,56 bis 1,95 Euro gezahlt werden. Eine Stellungnahme der ZPÜ war zunächst nicht zu bekommen. Ein USB-Stick mit 8 Gigabyte Speicher, der im Handel als Markenartikel derzeit für rund fünf Euro erhältlich ist, würde sich damit um 1,50 Euro verteuern, rechnete der Branchenverband vor.

«Ein fairer Interessenausgleich zwischen Verbrauchern, Rechteinhabern und Wirtschaft sieht anders aus», sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer der Bitkom. Der Industrie-Verband wolle deshalb vor einer Schiedsstelle gegen die Forderung der Verwertungsgesellschaften vorgehen.



Thema des Tages

EU-Gipfel zu Steuerflucht

Brüssel (dpa) - Schluss mit Steuerbetrug und Schlupflöchern: Die EU will für mehr Gerechtigkeit beim Steuerzahlen sorgen. Darin ist man sich einig wie nie. Dabei geraten auch Unternehmen wie Apple ins Visier. »weiter
Lesen Sie auch:
  • EU-Gipfel kippt Bankgeheimnis - Auch Konzerne im Visier
  • Die Ergebnisse des EU-Gipfels
  • Die «Chefs» und die Steuerparadiese - ein Gipfel mit Tücken
  • Computer

    Twitter sorgt nach Hacker-Attacken für mehr Sicherheit

    New York (dpa) - Der Kurzmitteilungsdienst Twitter führt nach einer Welle von Hacker-Angriffen auf Profile einflussreicher Medien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Nutzer bekommen die Möglichkeit einer Anmeldung in zwei Stufen, wie Twitter am Mittwoch ankündigte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Linux macht sich in «eingebetteten Systemen» breit
  • Neue Microsoft Xbox One tritt als Entertainment-Maschine auf
  • Berliner Smartphone-Bezahldienst SumUp geht nach Russland


  • Wissenschaft

    Zahn zeigt Stillgewohnheiten der Neandertaler

    London (dpa) Neandertaler-Kinder sind möglicherweise bereits relativ früh voll abgestillt worden. Dies legt zumindest die Untersuchung eines fossilen Zahnes von einem Kind aus der Altsteinzeit nahe, berichten Forscher aus den USA und Australien im Fachblatt «Nature». »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Pilz auf unserer Haut: Mikroben lieben Füße
  • Europäisches Warnsystem für gefährliche Asteroiden in Italien
  • Weltraumroboter für Einsätze in der Tiefsee und bei Katastrophen
  • Börse