Computer und Co.
06.05.2012

Verleger weisen im App-Streit ZDF-Kritik zurück

Die Verleger betrachten die «Tagesschau»-App für Smartphones und Tablet-Computer als unfaire Konkurrenz. Foto: J. Stratenschulte/Symbol

Essen (dpa) - Im Streit um Internetangebote wie die «Tagesschau»-App haben die Verleger Kritik des ZDF zurückgewiesen und Nachverhandlungen abgelehnt.

Der ehemalige ZDF-Intendant Markus Schächter sei nach zwei Verhandlungsrunden, an denen er beteiligt war, später vom Ergebnis wieder abgerückt, sagte Christian Nienhaus, Vorsitzender der NRW-Zeitungsverleger und Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, am Sonntag in Essen. Deshalb «machten weitere Verhandlungen keinen Sinn und fänden auch nicht statt», wiederholte Nienhaus laut einer Mitteilung.

Er hatte das bereits am Donnerstag bei der Jahreshauptversammlung der NRW-Verleger gesagt. Das ZDF hatte sich darüber irritiert gezeigt und mitgeteilt, der neue ZDF-Intendant Thomas Bellut warte auf einen neuen Verhandlungstermin.

Nienhaus erklärte am Sonntag, die Gespräche seien nicht an den Verlegern gescheitert, sondern daran, dass ARD und ZDF die Verhandlungsergebnisse immer wieder infrage gestellt und den bereits verabredeten Termin zur Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung abgesagt hätten.

Bei dem Streit geht es vornehmlich um die «Tagesschau»-App, aber auch um andere Textangebote von ARD und ZDF für Smartphones und Tablet-Computer. Die Zeitungsverleger sehen in diesen kostenlosen, «presseähnlichen» Apps eine unfaire Konkurrenz zu ihren teils kostenpflichtigen Angeboten. Vor einem Jahr hatten acht Verlage daher Klage eingereicht, parallel liefen jedoch auch Verhandlungen zwischen den Streitparteien über eine gütliche Lösung. Vor einer Woche hatten die Verleger die Gespräche für gescheitert erklärt, da die Sender von einem unterschriftsreifen Kompromiss abgerückt seien. Der nächste Gerichtstermin in dem Streit steht am 19. Juli vor dem Landgericht Köln an.



Thema des Tages

Assad wirft dem Westen Kriegstreiberei vor

Damaskus/Washington (dpa) - Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad befürchtet eine militärische Intervention des Westens in seinem Land. «Täglich gibt es neue Vorwürfe gegen Syrien», sagte Assad. «Wahrscheinlich soll das als Vorspiel für einen Krieg gegen unser Land dienen.» »weiter
Lesen Sie auch:
  • Assad befürchtet Angriffe westlicher Truppen
  • Experte: Syrische Reaktion auf israelischen Angriff möglich
  • Westerwelle glaubt nicht an Absage der Syrien-Konferenz
  • Computer

    Hacker schlugen jetzt auch bei «Financial Times» zu

    London/Berlin (dpa) - Die «Financial Times» ist am Freitag zur nächsten großen Medienorganisation geworden, deren Twitter-Profile von angeblichen syrischen Hackern erfolgreich angegriffen wurden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Panne bei Software für Kommunen: Kinderdaten im Internet
  • Bitkom: Rückgaberecht bei App-Käufen «realitätsfern»
  • Apple-Chef beklagt sich über Steuern


  • Wissenschaft

    Mini-Zoo aus dem All wieder auf der Erde

    Moskau (dpa) - Ein Mini-Zoo mit mehr als 100 Kleintieren an Bord ist nach einmonatiger Expedition im Weltall wieder auf die Erde zurückkehrt. Das Forschungsmodul «Bion-M» landete im Gebiet Orenburg und soll nun in Labors untersucht werden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Studie: Alkohol in der Pubertät beeinflusst späteren Alkoholkonsum
  • «Bio-Waffe»: Asiatische Verwandte verdrängen heimische Marienkäfer
  • Fragen & Antworten: Rückt der Klon-Mensch näher?
  • Börse