Boulevard
13.06.2019

Erstmals Tonaufnahme von Frida Kahlo gefunden?

Mexiko-Stadt (dpa) - In Mexiko soll erstmals eine Tonbandaufnahme mit der Stimme der Malerin Frida Kahlo (1907 - 1954) aufgetaucht sein. «Darauf haben wir lange gewartet», sagte der Direktor der Phonothek, Pável Granados, am Mittwoch. Die Stimme der berühmten Künstlerin sei stets ein großes Rätsel gewesen.

Bei der Aufnahme handelt es sich um einen Radiobeitrag, in dem Kahlo ihren Ehemann, den Muralisten Diego Rivera, als «großes Kind, immens, mit freundlichem Gesicht und traurigen Blick» beschreibt.

Der Beitrag könnte 1953 oder 1954 aufgenommen worden sein, wurde aber vermutlich erst nach Kahlos Tod ausgestrahlt. Im Anschluss an die Textpassage sagt der Moderator: «Diese Stimme, die nicht mehr existiert, sondern nur in der Beständigkeit ihrer Worte fortbesteht, die Stimme von Frida Kahlo, hat uns in die ferne Kindheit des Malers entführt.» Die Aufnahme wurde in einem Archiv von 146.000 Beiträgen entdeckt, das der Radiosender Televisa der Phonothek zur Digitalisierung und Auswertung überlassen hatte. Die Aufnahme soll nun noch weiter untersucht werden, um abschließend zu klären, ob es sich tatsächlich um eine Aufnahme von Kahlo handelt.

Kahlo ist die wohl bekannteste Malerin Lateinamerikas und gilt in Mexiko als nationales Symbol. Als Tochter des deutschen Fotografen Carl Wilhelm «Guillermo» Kahlo wurde sie 1907 in Coyoacán im heutigen Mexiko-Stadt geboren. Als Sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung, mit 18 Jahren erlitt sie einen schweren Verkehrsunfall, der sie fast das Leben kostete. Sie wurde über 30 Mal operiert und musste jahrelang ein Stahlkorsett tragen.

Die ständigen körperlichen Schmerzen verarbeitete Kahlo in ihren Bildern. Prägend war zudem ihre Beziehung zu dem Maler Diego Rivera, den sie zweimal heiratete. Über die ständigen Seitensprünge ihres Mannes tröstete sie sich mit eigenen Affären hinweg - sowohl mit Männer als auch mit Frauen. Am 13. Juli 1954 starb sie an einer Lungenembolie.



Thema des Tages

Bundeswehrpilot stirbt bei «Eurofighter»-Kollision

Nossentiner Hütte/Berlin (dpa) - Beim Absturz von zwei «Eurofightern» der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. »weiter
Lesen Sie auch:
  • DFB-Frauen im Viertelfinale gegen Schweden - USA weiter
  • CDU-Spitze will Zusammenarbeit mit AfD mit Härte verhindern
  • Das Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff»
  • Computer

    Facebook schafft Aufsichtsgremium für Hassrede-Bekämpfung

    Berlin (dpa) - Facebook will noch in diesem Sommer ein neues unabhängiges Aufsichtsgremium einrichten, um Hasskommentare konsequenter bekämpfen zu können. Das kündigte Facebook-Sprecher Nick Clegg auf einer Veranstaltung der Hertie School of Governance in Berlin an. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple wehrt sich vor EU-Kommission gegen Spotify-Vorwürfe
  • R2-D2 und Terminator prägen Vorstellung von KI
  • Fieser Code? Wenn Algorithmen Vorurteile ausspucken


  • Wissenschaft

    Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?

    Nairobi/Berlin/Cambridge (dpa) - Der Tod des Nashorns Sudan im vergangenen Jahr in Kenia ging um die Welt. Unter den Tieren war der Bulle ein Promi: Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kampf gegen Klimawandel: Jane Goodall setzt auf die Jugend
  • Erste Tiere aus «Wal-Gefängnis» auf dem Weg in Freiheit
  • Ariane-5-Rakete mit zwei Satelliten an Bord gestartet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.254,50 -0,69%
    TecDAX 2.848,50 +0,14%
    EUR/USD 1,1403 +0,05%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation