Überblick
25.05.2019

Kanada und Finnland im Endspiel der Eishockey-WM

Bratislava (dpa) - Finnland und Kanada stehen etwas überraschend im Endspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei. Der zweimalige Weltmeister Finnland bezwang in Bratislava den Top-Favoriten Russland mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0).

Das Siegtor schoss Marko Anttila von Jokerit Helsinki in der 51. Minute. Am Abend bezwang Kanada Deutschland-Bezwinger Tschechien mit 5:1 (1:0, 2:0, 2:1). Damit stehen zwei Teams aus der deutschen Vorrundengruppe B im Finale am Sonntag (20.15 Uhr/Sport1 und DAZN). Kanada kann dabei nach Titeln mit Rekordweltmeister Russland gleichziehen.

Finnland verdiente sich den Sieg gegen den 27-maligen Weltmeister durch eine starke Defensivleistung mit einem überzeugenden Torhüter Kevin Lankinen vom zweitklassigen nordamerikanischen Profiteam der Rockford IceHogs aus der AHL. «Für uns ist jetzt alles möglich. Unser Kollektiv funktioniert wunderbar», sagte Stürmer Luho Lammikko von den Florida Panthers. Finnland verlor bislang nur ein WM-Spiel in regulärer Spielzeit: Gegen Deutschland am vergangenen Dienstag (2:4).

Die russischen Top-Stars um Alexander Owetschkin und Jewgeni Malkin hatten bislang jedes Spiel im Turnier gewonnen, müssen aber weiter auf den ersten WM-Titel seit 2014 warten. Nach dem Viertelfinal-Aus im vergangenen Jahr war die Sbornaja im Gegensatz zu den Finnen diesmal wieder mit zahlreichen Starspielern angetreten.

Am Abend zeigte Kanada Tschechien dann die Grenzen auf und zog damit zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren ins WM-Endspiel ein. Im Viertelfinale hatten die Kanadier dabei gegen die Schweiz schon vor dem Aus gestanden. Vier Zehntelsekunden vor dem Ende hatte aber Damon Severson Kanada in die Verlängerung gerettet, in der WM-Top-Torjäger Markl Stone den 3:2-Siegtreffer geschossen hatte.

Der bislang beste Turnier-Torschütze von den Las Vegas Knights traf auch am Samstag mit seinem achten WM-Tor früh zum 1:0 (6. Minute). Darnell Nurse (21.), Pierre-Luc Dubois (26.), Kyle Turris (47.) und Thomas Chabot (54.) erhöhten. Tomas Zohorna (54.) verkürzte zu spät für Tschechien.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation