Überblick
21.04.2019

Kurioser Heimfluch verfolgt EHC München und Adler Mannheim

Von Marie Reichenbach, dpa

München (dpa) - Auf der Jagd nach dem achten Eishockey-Titel müssen die Adler Mannheim jetzt noch den kuriosen Heimfluch brechen. Nach dem starken 3:0 am Samstag bei Serienchampion Red Bull München und dem 1:1-Ausgleich im Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist der Hauptrundensieger zwar wieder bestens im Geschäft.

Die dritte Partie der Best-of-Seven-Serie steigt aber am Ostermontag (14.00 Uhr/Magentasport) wieder in Mannheim - und in dieser Saison gingen alle sechs bisherigen Duelle an das Auswärtsteam. Bleibt es dabei, wären am Ende zum vierten Mal nacheinander die Münchner Meister, weil Mannheim in einem möglichen siebten Endspiel Heimrecht hätte.

Ohnehin sahen die Adler selbst nach dem deutlichen Erfolg vom Samstag noch Steigerungspotenzial. «Wir haben ein paar Strafzeiten zu viel genommen, das dürfen wir uns nicht nochmal erlauben», warnte Torhüter Dennis Endras. Auch Torjäger Markus Eisenschmid, der selbst vier Minuten wegen einer Rangelei auf der Strafbank saß, forderte mehr Disziplin: «Provokationen gehören in den Playoffs dazu, aber man darf nicht durchdrehen.»

Vor allem Keeper Endras entnervte mit seinen Paraden die Münchner. «Das war das perfekte Spiel von unseren Unterzahl-Formationen und von unserem Torhüter», sagte Eisenschmid, der Torschütze zum 2:0. «Wir haben wenige Chancen zugelassen. Das war der Schlüssel zum Erfolg.» Obwohl im Finale die offensiv stärksten Teams der Hauptrunde aufeinandertreffen, wird die Serie bisher defensiv entschieden.

Die Gäste brachten sich mit vielen Strafzeiten mehrfach selbst in Not, aber dem EHC fehlte der entscheidende Zug zum Tor. «Wir haben zu wenige Scheiben zum Tor gebracht. Und wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen», sagte EHC-Kapitän Michael Wolf.

Der deutliche 3:0-Sieg für Mannheim spiegelt das hart umkämpfte Spiel nicht wider. Auch München erspielte sich Chancen und setzte die Gäste unter Druck, musste aber die erste Final-Niederlage einstecken. Beiden Teams fehlen noch drei Siege zur Meisterschaft.

Der EHC könnte mit dem vierten Meistertitel in Serie DEL-Geschichte schreiben. Mannheim will den silbernen Pokal nach 2015 zum insgesamt achten Mal gewinnen. Für den EHC wird es im dritten Spiel am Montag vor allem darum gehen, einen guten Start zu erwischen. «Wir müssen schauen, dass wir kein frühes Tor bekommen», sagte Wolf.

In den ersten beiden Finalspielen kassierten die Münchner jeweils ein schnelles Gegentor und mussten Rückständen hinterherlaufen. Am Samstag hämmerte Chad Kolarik den Puck nach 81 Sekunden ins Netz. Danach bewahrte eine beherzte Defensive die Gäste vor dem Ausgleich. «Die Jungs haben einen super Job gemacht. Jeder opfert seinen Körper - genau das braucht man in den Playoffs», lobte Endras.

Der Goalie freut sich auf die Partie am Montag: «Das sind die Spiele, für die man als Profisportler lebt. Wenn am Anfang die Nationalhymne gespielt wird, ist das Gänsehaut pur.» Mannheim geht selbstbewusst in das nächste Heimspiel. «Wir sind nicht nervös. Wir wissen, was wir können und dass wir in jedem Spiel alles geben müssen», sagte Endras.



Thema des Tages

Drohgebärden zum G7-Auftakt

Biarritz (dpa) - Die USA und die EU starten mit gegenseitigen Drohgebärden in den G7-Gipfel. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Erster Bayern-Sieg dank Lewandowski - Leverkusen gewinnt
  • Bolsonaro will angeblich hart gegen Brandstifter vorgehen
  • Handelskrieg eskaliert: Neue US-Strafzölle auf China-Importe
  • Computer

    Bericht: iPhones bekommen weiteres Ultra-Weitwinkel-Objektiv

    San Francisco (dpa) - Neue Spitzenmodelle des iPhones von Apple sollen im Herbst laut einem Medienbericht ein zusätzliches Ultra-Weitwinkel-Objektiv sowie den Namenszusatz «Pro» bekommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • TimeRide bietet virtuelle Zeitreise durch geteiltes Berlin
  • Telekom: Schnelles Internet in über 30 Millionen Haushalte
  • Großer Andrang bei Eröffnung der Gamescom


  • Wissenschaft

    Forscher entwickeln Weltraum-Gewächshaus

    Bremen (dpa) - Erdbeeren und Paprika wollten nicht so wachsen, wie es geplant war. Nur zwei Kilo Paprikaschoten erntete Forscher Paul Zabel - und keine einzige Erdbeere. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Manöver mit unbemannter Kapsel an ISS abgebrochen
  • Viele unterschätzen Gefahr durch Radon
  • Experten: Nachtarbeit ist wahrscheinlich krebserregend
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.580,00 -0,27%
    TecDAX 2.705,25 -0,56%
    EUR/USD 1,1143 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation