Überblick
08.11.2018

Frankfurt nach 3:2 bei Limassol in der K.o.-Phase

Von Eric Dobias und Thomas Eßer, dpa

Nikosia (dpa) - Zittersieg statt Zauber-Fußball: Mit einem mühevollen 3:2 (1:0)-Sieg bei Apollon Limassol hat Eintracht Frankfurt vorzeitig das Ticket für die K.o.-Phase der Europa League gebucht.

Luka Jovic (17. Minute), Sébastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) trafen für den seit nunmehr acht Pflichtspielen ungeschlagenen DFB-Pokalsieger, der die Gegentore von Emilio Zelaya (71./90.+4/Foulelfmeter) und die Gelb-Rote Karte für Marc Stendera (81.) verschmerzen konnte.

«Es ist uns gelungen, den ersten Matchball zu verwandeln. Das freut mich sehr. Kompliment an die Mannschaft», lobte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Und auch Sportdirektor Bruno Hübner war rundum zufrieden: «Die Europa League ist für uns etwas ganz Besonderes. Wir sind auf einem sehr guten Weg.»

Nach dem vierten Erfolg im vierten Spiel führen die Hessen die Gruppe H mit zwölf Punkten weiter souverän an und haben mindestens schon den zum Weiterkommen nötigen zweiten Platz sicher. «Jetzt wollen wir auch Erster bleiben», betonte SGE-Torwart Kevin Trapp. «Ich möchte heute nur das Positive herausheben, weil wir uns in einer Gruppe qualifiziert haben, in der uns das viele nicht zugetraut haben.» Tatsächlich waren die Frankfurter in die Gruppe mit Lazio Rom und Olympique Marseille nicht gerade als Favorit gegangen.

Rund 5000 Eintracht-Anhänger hatten sich auf den Weg nach Nikosia gemacht, um das Weiterkommen ihrer Lieblinge zu feiern. Das erhoffte Offensiv-Feuerwerk bekamen sie zwar nicht geboten, dafür überzeugte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im Abschluss mit gnadenloser Effizienz.

«Es war nicht einfach für uns», sagte Gacinovic. «Wir waren nicht frisch, weil wir zuletzt viel gespielt haben. Hauptsache gewonnen.» Ähnlich sah es Haller: «Wir haben uns qualifiziert, nur das zählt.»

Die Eintracht brauchte nur vier Minuten länger als im Hinspiel, um in Führung zu gehen. Nach einer etwas rumpeligen Anfangsphase mit einigen leichten Ballverlusten vollendete Jovic den ersten gelungenen Frankfurter Angriff zum 1:0. Jetro Willems hatte den Serben mit einem schönen Pass aus dem Fußgelenk stark im Strafraum freigespielt und alleine vor Limassols Keeper Tasos Kissas ließ sich Jovic die Chance mit einem wuchtigen Flachschuss nicht entgehen.

Nach dem Treffer zogen sich die Frankfurter erstmal ein wenig zurück. Apollon zeigte einige ansehnliche Kombinationen im Mittelfeld und kam immer wieder in die Nähe des Eintracht-Sechzehners. Wirklich gute Torchancen spielten sich die Gastgeber jedoch nicht heraus.

Aufregung gab es erst wieder in der 37. Minute. Frankfurts Mittelfeldspieler Stendera geriet an der Seitenlinie ein wenig mit Limassols Trainer Sofronis Avgousti aneinander, der daraufhin vom portugiesischen Schiedsrichter Tiago Martins auf die Tribüne geschickt wurde. Für Stendera hatte die kleine Rangelei dann in der Schlussphase nach der zweiten Gelben Karte echte Konsequenzen.

Auf dem Platz war vor den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel vom begeisternden Frankfurter Power-Fußball der vergangenen Wochen weiter nichts zu sehen. Nur einmal zeigte sich die Eintracht vor der Pause noch vor dem Tor. Haller zögerte jedoch zu lange und vergab so das mögliche 2:0 (41.). Auf der Gegenseite verpasste Anton Maglica den Ausgleich aus spitzem Winkel (45.).

Nach dem Seitenwechsel rächte sich das: Mit einem Doppelschlag sorgte Frankfurt für eine Vorentscheidung. Zunächst legte Gacinovic von der linken Seite für Haller auf, dann traf er selbst mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:0. Zwar brachte Zelaya nach einem Freistoß per Kopf und in der Nachspielzeit per Strafstoß die Gastgeber nochmal heran, doch für mehr reichte es bei Limassol nicht. So können sich die Eintracht-Fans auch im kommenden Jahr auf mindestens eine weitere Europapokalreise freuen.



Thema des Tages

CIA sieht saudischen Kronprinz hinter Tod Khashoggis

Washington/Kairo (dpa) - Neue Erkenntnisse in der Affäre um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi bringen US-Präsident Donald Trump in Zugzwang. Die CIA kommt nach Medienberichten zu der Einschätzung, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Regierungskritikers in Istanbul befohlen hat. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich
  • Dem Ziel so nah - Tausende Migranten harren an US-Grenze aus
  • Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen
  • Computer

    Schärfere Auflagen für Netzbetreiber bei 5G-Lizenzen

    Bonn (dpa) - Bei der Lizenzvergabe für den zukünftigen schnellen Mobilfunk-Standard 5G zeichnen sich härtere Anforderungen an Netzbetreiber ab. Die Vorgaben gehen aber nicht so weit, wie aus der Politik gefordert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • «Krypto-Kater»: Bitcoin-Flaute lässt Aktie von Nvidia fallen
  • Facebook-Chef: Wusste nichts von Kampagne gegen Kritiker
  • Dell will für Börsennotierung tiefer in die Tasche greifen


  • Wissenschaft

    Sternschnuppen der Leoniden kommen

    Berlin (dpa)- Freunde von Sternschnuppen dürfen sich freuen: Die Leoniden erreichen in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag ihren Höhepunkt. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Frühgeborene: Der Start ins Leben gelingt immer besser
  • Wie lange wird es die ISS noch geben?
  • Besser schlafen mit Bach oder Ed Sheeran
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.393,00 +0,46%
    TecDAX 2.580,25 +0,42%
    EUR/USD 1,1419 +0,03%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation