Überblick
17.02.2017

Die Bayern marschieren - Schneckenrennen bei den Verfolgern

Von Dietmar Fuchs, dpa

Düsseldorf (dpa) - Die Bayern haben sich mit dem 5:1 gegen Arsenal wieder Respekt veschafft. Doch auch wenn vor dem 21. Spieltag bereits sieben Zähler zwischen dem Rekordmeister und Verfolger RB Leipzig liegen, will Aufsteiger-Coach Ralph Hasenhüttl keineswegs schon Glückwünsche aussprechen.

«Nein! Denn es sind noch 14 Spiele, und wenn man gesehen hat, wie die Bayern gegen Ingolstadt gejubelt haben, weiß man, dass es für sie auch ein hartes Stück Arbeit war», sagte Hasenhüttl der «Bild»-Zeitung.

Das Münchner Ensemble von Carlo Ancelotti offenbarte zuletzt in der Liga mehr Mühe, als es die Ergebnisse teilweise offenbarten. Die Sachsen verloren vor ihrem Auftritt am Sonntag in Mönchengladbach zweimal nacheinander: 0:3 gegen Hamburg, 0:1 in Dortmund.

Bei der Gladbacher Borussia sehen sich die Verantwortlichen auf mögliche Fanproteste gegen RB gut vorbereitet. Nach den schlimmen Vorkommnissen vor zwei Wochen in Dortmund, als es außerhalb des Stadions zu Tätlichkeiten gegen Leipziger Fans kam und im Stadion beleidigende Banner gezeigt wurden, sind die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden. «Die Vorbereitung geht über die eines normalen Bundesligaspiels hinaus», sagte Borussias Medienchef Markus Aretz.

Borussia rechnet mit Protesten gegen die Gäste. «Ich denke schon, dass auch unsere Fans ihre Meinung über das Modell RB Leipzig zum Ausdruck bringen wollen, aber sie werden das in einer intelligenten, kreativen und vor allem friedlichen Form tun, davon bin ich überzeugt», sagte Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers.

Dass der Neuling den Rückstand verkürzen kann, ist unwahrscheinlich. Schließlich unterlag der kommende Bayern-Gastgeber Hertha BSC den Münchnern elfmal in Serie. Da bleibt Berlins Trainer Pal Dardai nur, auf wenig Meisterliches des Konkurrenten zu bauen: «Wenn sie einen guten Tag haben, hat man wenig Chancen.» Handicap: Die Hertha hat 2017 von fünf Pflichtpartien vier verloren.

Hinter den Bayern und Leipzig läuft der Kampf um die internationalen Startplätze als Schneckenrennen. Vor Wochenfrist gab es für Frankfurt, Dortmund, Hoffenheim, die Hertha und Köln ausschließlich Niederlagen - wirkliche Konstanz sieht anders aus.

Beim BVB herrscht Verunsicherung ob der vielen Chancen, die auch beim Königsklassen-Auftritt in Lissabon (0:1) vergeben wurden. Zudem ist beim Wolfsburger Gastspiel das «Monument des Weltfußballs», wie BVB-Coach Thomas Tuchel die Südtribüne bezeichnete, wegen der Vorkommnisse rund um die Leipzig-Partie gesperrt. «Falls es jemals einen guten Zeitpunkt gab, in Dortmund zu spielen, dann ist dieser vielleicht jetzt», sagte VfL-Trainer Valérien Ismaël mit dezenter Hoffnung.

Die schwindet in Bremen immer mehr. Werder fiel mit vier Niederlagen auf Rang 16 zurück. Für Alexander Nouri könnte die Begegnung in Mainz die letzte als Chefcoach sein. «Das nagt natürlich an einem», kommentierte er die Fehlschläge. Nouri: «Das ist frustrierend und irgendwann auch eine Kopfsache.»

Wenn Besserung, dann jetzt, nicht nur an der Weser. Frankfurt gegen den Tabellenvorletzten Ingolstadt und Hoffenheim gegen die an Position 18 liegenden Darmstädter gelten als Favoriten. In der Sonntags-Partie zwischen Köln und Schalke sind die Rollen weniger klar verteilt: Der 1. FC verlor zuletzt zwei Pflichtbegegnungen. S04 ist viermal in Serie unbesiegt.



Thema des Tages

Zwei Polizisten von Mordverdächtigem überfahren und getötet

Müllrose (dpa) - Auf der Flucht vor der Polizei hat ein 24-Jähriger Mann im Landkreis Oder-Spree zwei Polizisten überfahren und getötet. Der Mann sei verdächtig, in Müllrose zuvor seine 79-jährige Großmutter umgebracht zu haben, berichtete Polizeisprecher Ingo Heese. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Wenn Polizisten im Einsatz ums Leben kommen
  • Tödliche Straßenrennen
  • Die schwierigen deutsch-türkischen Beziehungen
  • Computer

    US-Telekomaufseher: Strikte Netzneutralität war ein Fehler

    Barcelona (dpa) - Die USA stehen vor der Abschaffung ihrer strikten Regeln zur Netzneutralität, nach denen alle Daten gleich behandelt werden müssen. Der Chef der US-Telekomaufsicht FCC, Ajit Pai, lässt keinen Zweifel daran, dass er die Gleichsetzung von Internet-Anbietern mit Versorgern kippen will. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Soundcloud probiert abgespecktes günstigeres Abo aus
  • WTF? Die Polizei und der Ton auf Twitter
  • Facebook-Drohne soll dieses Jahr wieder fliegen


  • Wissenschaft

    SpaceX plant 2018 eine Mondumrundung mit Weltraumtouristen

    Washington (dpa) - Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX will bereits im nächsten Jahr zwei zivile Weltraumtouristen um den Mond fliegen. Die beiden Kandidaten haben schon eine «bedeutende Anzahlung» geleistet und sollen im Laufe des Jahres mit dem Training beginnen, wie SpaceX mitteilte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Uralte Mikroben in Höhlenkristallen entdeckt
  • Hinweise auf Asteroidentrümmer in Doppelsternsystem
  • Viele Menschen sehen so aus, wie sie heißen
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.829,00 +0,05%
    TecDAX 1.900,25 +0,19%
    EUR/USD 1,0598 +0,11%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation