Album der Woche
28.03.2016

Blues-Rockstar Joe Bonamassa polarisiert

Berlin (dpa) - Der Blues-Rockstar Joe Bonamassa ist sich auch auf seinem neuen Album «Blues Of Desperation» treu geblieben. Der Ausnahme-Gitarrist hielt sich nicht an das übliche Bluesrock-Schema, sondern ließ Einflüsse aus anderen Genres zu.

Für den Unmut der Anhänger der reinen Lehre hat der US-Amerikaner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur deutliche Worte übrig: «Wenn es den Blues-Puristen nicht gefällt, sollen sie sich einfach Platten anhören, die ihnen gefallen und mich in Ruhe lassen.»

Bonamassa sieht sich ohnehin nicht als traditioneller Vertreter seiner Sparte. «Ich bin eine der polarisierendsten Figuren in der modernen Blues-Musik», sagte der 38-Jährige: «Die Leute mögen oder lehnen mich ab.» Auf seine Fans kann sich Bonamassa verlassen. Seine vor kurzem beendete Deutschland-Tournee fand größtenteils vor ausverkauften Häusern statt.

Den Erfolg des 2014 veröffentlichten Vorgänger-Albums «Different Shades Of Blue» möchte Bonamassa toppen. Es ist sein erstes Top-10 und sein am bestes verkauftes Album. «Ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus, sondern dränge immer weiter nach vorne», stellt der Musiker fest, der mit vier Jahren das Gitarrenspielen erlernte. Sein Vater besaß einen Gitarrenladen.

Aufgenommen hat Bonamassa das neue Werk mit seinem langjährigen Produzenten Kevin Shirley in den legendären RCA Studios in Nashville. Allerdings fanden die Aufnahmen nicht im kleinen Studio B statt, wo einst Elvis seine Lieder einspielte. «Wir haben daneben im Studio A aufgenommen», erklärte Bonamassa.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation