Album der Woche
24.03.2016

Vielversprechendes Debüt: «Fechnerstraße» von Adesse

Von Anna-Lena Schildt, dpa

Berlin (dpa) - In der Fechnerstraße in Berlin wuchs Adesse auf, seine Mutter wohnt immer noch dort. Das hat ihn geprägt: «Fechnerstraße» (Goldzweig/Four Music/Sony Music) heißt auch sein Debütalbum.

Früh beginnt er mit dem Klavierspielen, auch Fußball kann er gut. So gut, dass ihm schon als Jugendlicher ein Vetrag bei einem Fußball-Bundesligisten angeboten wird. Seine Leidenschaft ist aber die Musik und so lehnt er ab. Fußball spielt er trotzdem noch: privat mit Freunden.

Mit einer klaren, sauberen Stimme, die zugleich kräftig und weich erklingt, und mit viel, viel Gefühl hat Adesse nun 14 Songs eingesungen. In seinen Texten geht es hauptsächlich um die Liebe; Beginn oder Ende einer Beziehung ist Thema fast jeden Liedes. Seine Songs sind mal fröhlich, mal melancholisch, aber jeden einzelnen performt Adesse mit einer Leichtigkeit, als würde er geradezu über die Zeilen schweben.

Er ist das erste Signing von Sidos neuem Label Goldzweig. Der «Rap-Papa» nahm ihn schon als Support mit auf Tour und ist als Featuregast auf «Männer weinen nicht» zu hören. Dem Lied merkt man schon anhand des Beats den vermehrten Hip-Hop-Einfluss an. Sido rappt seinen Part dabei gewohnt lässig und sorgt für eine kleine Abwechslung im ansonsten ja doch fast ausschließlich poppigen Album. In «Wünsch dir was» tauscht Adesse dann doch noch Pop-Beat gegen Akustik-Gitarre, gelegentlich mit einigen Bass-Schwingungen und leichtem Hintergrundgesang hinterlegt.

Stil und Stimme erinnern ein wenig an Bosse, auch wenn Adesse ganz auf seinen (sehr guten) DJ setzt und nur vereinzelt auf «richtige» Instrumente zurückgreift. Die Basis besteht aus leichten, chilligen Beats, die gut zu seiner Stimme passen. Adesse ist gut, keine Frage, auch wenn seine Musik nicht wirklich neu ist. Er kommt aber gut an, ist kommerziell. Vielleicht auch deshalb hat er das Zeug zum Newcomer des Jahres.

Tourdaten: 06.05. München, Ampere - 07.05. Stuttgart, Schräglage - 08.05. Frankfurt, Zoom - 11.05. Köln, Yuca - 12.05. Leipzig, Täubchenthal - 13.05. - Hamburg, Uebel & Gefährlich - 18.05. Berlin, Lido



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation