Aktuell
08.07.2012

Disco-Verband droht mit Klage gegen Gema

Wegen des drohenden Anstiegs der Gema-Gebühren sehen viele Club-Betreiber das Ende durchfeierter Partynächte kommen. Foto: Franziska Kraufmann

Bitburg/Mainz (dpa) - Mit einer Klage gegen die geplanten Gebühren für Diskotheken hat deren Dachorganisation gedroht. Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) warnte vor einem Aus für Lokale wegen der Tarifpläne der Verwertungsgesellschaft Gema.

«Das heißt für fast alle Betriebe mehr Kosten», sagte BDT-Schatzmeister Hajo Römer der Nachrichtenagentur dpa. «Wir hoffen immer noch, dass wir mit der Gema verhandeln können, ansonsten muss geklagt werden», fügte der Bitburger Disco-Unternehmer hinzu.

Für seinen Club «Castel» in Bitburg gehe es um eine Gebührensteigerung um 500 Prozent - derzeit seien es 6000 Euro im Jahr. «Wenn das nicht reduziert wird, werden wir den Betrieb einstellen.» Bei einem weiteren, kleineren Club machten die neuen Gebühren dagegen nicht so viel aus.

Die Gema plant ab 2013 neue Tarife, die ihrer Ansicht nach gerechter für Clubs und Diskotheken sind und die Gebühren vereinheitlichen würden. Die Gesellschaft argumentiert, dass viele kleine und mittelgroße Veranstalter mit der Neuregelung weniger zahlen würden, größere würden dagegen stärker belastet. Maßgeblich sind Größe und Eintrittspreis.

Rund 600 Clubs und Diskotheken in Deutschland hatten Anfang Juli für fünf Minuten die Musik abgedreht, um gegen diese Pläne zu protestieren. Dazu kommen Tausende Unterschriften der Gema-Gegner an den Bundestag.



Thema des Tages

Obama trifft Gauck und Merkel

Festlicher Start im Schloss Bellevue: Bundespräsident Gauck heißt Barack Obama willkommen. Im Anschluss kommt er mit Angela Merkel im Kanzleramt zusammen. Mit Spannung wird die Rede des US-Präsidenten vor dem Brandenburger Tor erwartet. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Hintergrund: Staatsbesuche und Arbeitsbesuche
  • Michelle Obama besichtigt in Berlin Holocaust-Mahnmal
  • Hintergrund: US-Präsidenten in Deutschland
  • Computer

    Künftiger Telekom-Chef rudert bei Tempo-Bremse zurück

    Düsseldorf/Bonn (dpa) - Im Streit um die Tempo-Bremse beim Festnetz-Internet rudert die Deutsche Telekom weiter zurück. Der künftige Konzernchef Timotheus Höttges versprach in einem Interview, die kürzlich festgelegten Daten-Obergrenzen in den Tarifen anzuheben, wenn Durchschnittsnutzer sie überschritten. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Studie: Angestellte wünschen sich Hilfe bei IT-Sicherheit
  • Google fordert offiziell mehr Transparenz bei Geheimdienst-Anfragen
  • Microsoft überarbeitet sein Soziales Netzwerk So.cl


  • Wissenschaft

    Studie: Pestizide verringern Artenvielfalt in Gewässern

    Leipzig (dpa) - Der Einsatz von Pestiziden auf Feldern verringert nach einer internationalen Studie langfristig die Artenvielfalt in angrenzenden Bächen oder Flüssen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Mechanisches Gepardenbaby - Schweizer bauen Roboterkatze
  • Europäischer Transporter dockt an Internationaler Raumstation ISS an
  • Weißer Hai stärker vom Aussterben bedroht als gedacht
  • Börse
    DAX
    DAX 8.274,50 +0,55%
    TecDAX 960,25 +0,13%
    EUR/USD 1,3390 -0,04%

    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation