Überblick
26.05.2019

Bundesregierung will Rechte von Postkunden stärken

Berlin (dpa) - Angesichts sprunghaft gestiegener Beschwerden über Mängel bei der Postzustellung will das Bundeswirtschaftsministerium die Rechte von Postkunden stärken.

Ein Ministeriumssprecher teilte mit, die Bundesregierung habe «eine umfassende Überarbeitung des Postrechtsrahmens angekündigt». «Dabei werden wir auch Anpassungen und Optimierungen im Hinblick auf Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen postrechtliche Vorschriften prüfen.» Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet.

«Unser Ziel ist es, auch in Zeiten sinkender Sendungsmengen und zunehmender digitaler Konkurrenz eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen aufrechterhalten», teilte der Ministeriumssprecher weiter mit. Ein Sprecher der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur sagte dem «Tagesspiegel», bisher gebe es keine Sanktionsmöglichkeiten.

Die Zahl der Beschwerden im Postbereich hatte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als 12.500 mehr als verdoppelt. Im Vergleich zur Menge der täglich verschickten Briefe sei die Zahl der Beschwerden allerdings gering, hatte Netzagentur-Chef Jochen Homann betont. Die Post stellt nach eigenen Angaben an jedem Werktag etwa 57 Millionen Briefe in Deutschland zu.

Zum 1. Juli plant die Post eine deutliche Anhebung der Portogebühren. Die genauen Preise werden nicht vor Ende Mai erwartet. Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung des Portos für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf bis zu 90 Cent möglich. Dann würde sich das Porto für die anderen Briefarten gar nicht oder kaum verteuern. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland gibt nach Post-Angaben 2,34 Euro im Monat für Briefporto aus.



Thema des Tages

Der Brückenbauer - Ein Kommunalwahlsieg und die Türkei

Istanbul (dpa) - Am Morgen nach der Wahl grüßen sich viele Menschen in Istanbul mit einer Abwandlung von Ekrem Imamoglus Wahlslogan «alles wird gut». «Alles ist gut geworden!», rufen sie sich zu, beim Friseur, beim Bäcker, beim Gassigehen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Zwei «Eurofighter» in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt
  • Istanbul-Wahl wird zur krachende Ohrfeigen für Erdogan
  • CDU-Spitze: AfD indirekt mitverantwortlich für Lübckes Tod
  • Computer

    Apple wehrt sich vor EU-Kommission gegen Spotify-Vorwürfe

    Brüssel (dpa) - Apple hat sich gegen den Vorwurf des Musikdienstes Spotify zur Wehr gesetzt, man verlange von den Kunden des Streamingdienstes überhöhte Provisionen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • R2-D2 und Terminator prägen Vorstellung von KI
  • Fieser Code? Wenn Algorithmen Vorurteile ausspucken
  • «Pokémon Go»-Entwickler starten Harry-Potter-Spiel


  • Wissenschaft

    Ausgestorbene Arten wiederbeleben: Geniestreich oder Gefahr?

    Nairobi/Berlin/Cambridge (dpa) - Der Tod des Nashorns Sudan im vergangenen Jahr in Kenia ging um die Welt. Unter den Tieren war der Bulle ein Promi: Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Kampf gegen Klimawandel: Jane Goodall setzt auf die Jugend
  • Erste Tiere aus «Wal-Gefängnis» auf dem Weg in Freiheit
  • Ariane-5-Rakete mit zwei Satelliten an Bord gestartet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.281,50 -0,47%
    TecDAX 2.850,00 +0,19%
    EUR/USD 1,1384 +0,09%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation