Überblick
09.02.2018

Airbus zahlt 81 Millionen Euro Bußgeld

München (dpa) - Wegen undurchsichtiger Geldflüsse beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich muss der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus 81,25 Millionen Euro Bußgeld zahlen.

Die Staatsanwaltschaft München erließ einen entsprechenden Bescheid wegen einer Ordnungswidrigkeit der fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung. In Wien liefen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dagegen wegen des Verdachts auf Betrug, Bestechung, Geldwäscherei und Untreue weiter, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA und berief sich auf einen Behördensprecher.

Airbus habe das Bußgeld akzeptiert, teilte die Staatsanwaltschaft München mit. Die seit 2012 laufenden Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter und Geschäftspartner hätten keine Nachweise ergeben, dass es bei dem Eurofighter-Verkauf zu Bestechungszahlungen gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft beanstandet aber Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien.

«Von dort wurden die Gelder unter Umgehung der unternehmensinternen Kontrollen großteils ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke verwendet, wobei anhand der Geldflüsse nicht feststellbar ist, welchen Zwecken die Zahlungen letztlich dienten», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies erfülle den Tatbestand einer fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung des Unternehmens. Der Eurofighter wird unter anderem im Airbus-Werk Manching bei Ingolstadt gebaut.

Wann die Untersuchungen in Wien abgeschlossen würden, lasse sich noch nicht sagen, sagte der Behördensprecher laut APA. Der Kampfjet-Kauf sorgt in Österreich seit Jahren für innenpolitischen Wirbel. Die Alpenrepublik hatte im vergangenen Jahr Strafanzeige gestellt und Schadenersatz gefordert - sie sei über Ausstattung und Lieferfähigkeit der Abfangjäger getäuscht worden. Airbus hatte dies als «konstruiert und juristisch substanzlos» zurückgewiesen.



Thema des Tages

Duo S!sters gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid

Berlin (dpa) - Das Duo S!sters hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Die beiden Sängerinnen Carlotta (19) aus Hannover und Laurita (26) aus Wiesbaden setzten sich am Freitagabend in Berlin in der TV-Sendung «Unser Lied für Israel» mit dem Song «Sister» gegen sechs Konkurrenten durch. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Verschwundene Beweismittel: Streit um die Verantwortung
  • Beweise verschwunden - Wer trägt die Schuld?
  • Die Linke ringt um ihren Kurs in Sachen Europa
  • Computer

    5G-Mobilfunk: Bundesnetzagentur peilt Auktion am 19. März an

    Bonn (dpa) - Für die umstrittene Auktion der 5G-Mobilfunkfrequenzen hat die Bundesnetzagentur einen vorläufigen Termin bekanntgegeben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Aufbruchstimmung auf dem Mobile World Congress in Barcelona
  • Streit um Unitymedia-Vorgehen bei Kunden-Hotspots vor BGH
  • Muss YouTube Nutzerdaten preisgeben?


  • Wissenschaft

    Japanische Raumsonde «Hayabusa2» auf Asteroiden gelandet

    Tokio (dpa) - Rund 340 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist die japanische Raumsonde «Hayabusa2» erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Neue Prothesen mit mehr Gefühl
  • Forscher stellen kleinsten Neptunmond vor
  • Ein See in knalligem Pink
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.476,00 +0,46%
    TecDAX 2.616,50 +0,56%
    EUR/USD 1,1335 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation