Überblick
12.08.2017

Bundesamt: Dieselprivileg bei Mineralölsteuer abschaffen

Berlin (dpa) - Das Umweltbundesamt (UBA) hat in der Debatte um die Zukunft des Diesels erneut die Abschaffung des Dieselprivilegs bei der Mineralölsteuer ins Gespräch gebracht. Dieses «muss auf den Prüfstand», sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der «Rheinischen Post».

«Dieselfahrer zahlen pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als bei Benzin - den Staat kostet diese Subventionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr, gut dreieinhalb Milliarden davon für die Pkw-Nutzung», sagte Krautzberger.

Selbst bei Abzug der höheren Kfz-Steuern für Diesel-Autos seien das rund eineinhalb Milliarden Euro vom Staat für die Selbstzünder pro Jahr. «Zum Vergleich: Die Förderung für Elektromobilität beträgt knapp eine Milliarde - aber bis 2020», sagte Krautzberger der Zeitung.

Das Umweltbundesamt hatte wiederholt einen Abbau aller «umweltschädlichen Subventionen» gefordert, darunter die niedrigere Diesel-Besteuerung. Eine der Folgen der Subventionen sei die Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge in den Innenstädte, hieß es.

Erst am Freitag hatte Krautzberger die von den Autobauern eingeführten Prämien für den Kauf neuer Diesel kritisiert. «Begriffe wie Umweltprämie oder Umweltbonus, wie sie derzeit von den Autoherstellern verwendet werden, sind irreführend», sagte die Behördenchefin der Deutschen Presse-Agentur. Umweltprämien müssten sich an Kriterien wie geringem Schadstoffausstoß, niedrigem Verbrauch und zukunftsweisendem Antrieb orientieren.



Thema des Tages

Im Airline-Monopoly hat Lufthansa einen starken Lauf

Frankfurt/Main (dpa) - Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat stets drei Hindernisse für eine Komplettübernahme der Air Berlin genannt: Die horrenden Schulden, das Kartellrecht und die hohen Produktionskosten der Berliner. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Air Berlin: Müssen «business as usual» hinbekommen
  • Die Gewalt von Charlottesville und Trumps Pressekonferenz
  • Nach Protesten: US-Städte entfernen Bürgerkriegs-Statuen
  • Computer

    Deutscher Markt für Computer- und Videospiele wächst weiter

    Köln (dpa) - Der Umsatz mit Computer- und Videospielen ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 weiter gestiegen. Er legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf rund 1,08 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband BIU in Köln mitteilte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • «Einfach zusammen spielen» - Gamescom startet in Köln
  • Deutschland für Games-Branche einer der wichtigsten Märkte
  • Kleinanzeigen-Plattform Marketplace kommt nach Deutschland


  • Wissenschaft

    Homo- oder Hetero-Eltern? Für Kinder-Identitätsgefühl egal

    Lexington (dpa) - Mama und Papa, Mama und Mami oder Papa und Papi - auf das Identitätsgefühl von Kindern hat die Familienform einer Studie zufolge keinen Einfluss. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Permafrost auf der Zugspitze könnte 2080 verschwunden sein
  • Immunzellen gegen Krebs: Erste Gentherapie vor der Zulassung
  • Kaugummi-Schnelltest für Entzündungen im Mund
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.297,00 +0,99%
    TecDAX 2.268,25 +0,52%
    EUR/USD 1,1704 -0,27%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation