Überblick
19.05.2017

BER-Verantwortliche planen Ausbau nach Eröffnung

Schönefeld (dpa) - Der Hauptstadtflughafen BER wird nach Ansicht der Berliner Flughafengesellschaft auch langfristig für steigende Passagierzahlen gewappnet sein.

«Wir werden sukzessive Terminalstrukturen ergänzen, damit wir den Flughafen auf eine wachsende Nachfrage in Berlin ausrichten können», sagte Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup bei einer Baustellenbegehung mit Berliner Abgeordneten. «Ein Flughafen ist nie fertig.»

Mit dem bis 2021 geplanten Zusatzterminal T1-E und der Kapazität des alten Terminals in Schönefeld könne der Hauptstadt-Flughafen 45 Millionen Passagiere im Jahr bewältigen. Bis 2040 sollen weitere Bauten die Kapazität des Airports auf 55 Millionen Passagiere im Jahr erhöhen. Das Terminal selbst ist für 27 Millionen Fluggäste ausgelegt - 33 Millionen Fluggäste zählten die beiden Berliner Flughäfen aber allein schon im vergangenen Jahr.

Einen neuen Termin für die mehrmals verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens soll es voraussichtlich erst im Sommer geben. «Wir sind jetzt in der Phase, wo wir die Schlussarbeiten haben», sagte Lütke Daldrup. Vier Jahre hätten Planung und Umbau gedauert, um das Gebäude nach dem Fiasko vor der Eröffnung genehmigungsfähig zu machen: «Wir haben am Ende Räume gefunden, da haben Sie zehn Pläne, alle verschieden. Und wir haben einen elften Zustand, der verbaut worden ist.»

Nach wie vor bereitet den Ingenieuren jedoch einiges am Terminal Kopfzerbrechen. Nach den sanierten Kabeltrassen und erneuerten Rauchkanälen sind die Sprinkleranlagen an der Reihe. Mit der Nachrüstung von 30 000 neuen Sprinklern zu 50 000 vorhandenen stimmten Wasserdruck und Rohrführung nicht mehr. Die Berechnungen der ursprünglich zuständigen Firma: unauffindbar.

Arbeiten an der Wasseranlage ziehen sich nun voraussichtlich in den Herbst. Auch die zentral gesteuerten Brandschutztüren - «wahnsinnige technische Installationen, die wir hier haben», wie der Flughafen-Chef betonte - sollen bis zum Spätsommer in Betrieb sein.



Thema des Tages

Schwere Unwetter mit Tornado: Mindestens ein Toter

Offenbach (dpa) - Ein schweres Unwetter hat heute mit orkanartigen Sturmböen, Gewittern, Hagel und einem Tornado über dem Norden und Osten Deutschlands gewütet. Mindestens ein Mensch kam dabei ums Leben, der 50-Jährige wurde in der Nähe von Uelzen in Niedersachsen in einem Auto von einem umstürzenden Baum erschlagen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Gedenken an Kohl: Glücksfall und Verletzungen
  • Poggenburg bringt AfD in Bedrängnis
  • «Mein Denkmal sind meine Songs» - Gunter Gabriel ist tot
  • Computer

    Apple will Musikkonzernen weniger zahlen

    Cupertino (dpa) - Apple will laut einem Medienbericht die Abgaben an Musikkonzerne aus seinem Streamingdienst drücken. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Chef von Teslas «Autopilot»-Software verlässt die Firma
  • Cisco kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Cyberangriffe
  • Spotify verkauft testweise Platz für Songs in Playlisten


  • Wissenschaft

    Was tun, wenn der Rollkoffer kippelt?

    Paris (dpa) Bei schwankenden Rollkoffern mit flatternden Rädern sollten Reisende eher Gasgeben als Abbremsen. Diesen Tipp geben französische Forscher, nachdem sie das nervige Phänomen praktisch und theoretisch eingehend untersucht haben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Hilfe aus dem Kinderschlaflabor
  • Eine der ältesten Prothesen der Welt
  • Vier Arten grabender Frösche entdeckt
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.779,00 +0,04%
    TecDAX 2.282,00 +0,28%
    EUR/USD 1,1150 -0,17%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation