Überblick
18.02.2017

IG Metall: Opel-Übernahme durch PSA vielleicht gute Option

Rüsselsheim (dpa) - Die mögliche Übernahme des Autobauers Opel durch den französischen Konkurrenten PSA (Peugeot und Citroën) ist nach Einschätzung der IG Metall in Nordrhein-Westfalen vielleicht die bessere Perspektive für das Unternehmen.

Die Gewerkschaft werde prüfen, ob der Deal nicht sogar die Chancen für die Marken Opel und Vauxhall erhöhe, sagte der Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, der «Rheinischen Post» (Samstag). Natürlich hätten beide Hersteller - Opel und PSA - Probleme.

«Aber das liegt in erster Linie daran, dass sie nicht die Stückzahlen erreichen, um in ihrem Segment wirtschaftlich fertigen zu können. Beide zusammen könnten ein solches Volumen schaffen». Für den Standort Bochum, wo derzeit ein neues Warenverteilzentrum entsteht, zeigte sich Giesler optimistisch. Es sei ein hochmodernes Ersatzteilzentrum mit einer hervorragenden logistischen Anbindung.

Die «Automobilwoche» zitiert einen Mitarbeiter aus dem Umfeld von PSA-Chef Carlos Tavares mit den Worten: «Opel ist eine deutsche Industrie-Ikone. PSA wird sie nicht zerstören, sondern pflegen.» Der Konzern wolle nicht nur die Marke erhalten, sondern deren Bedeutung international ausbauen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hatte den möglichen Eigentümerwechsel bereits als «prinzipiell sinnvoll» bezeichnet.

Bereits am Freitag hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt, es werde alles, was politisch möglich sei, getan, «dass die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland gesichert sind». Die Gespräche seien in Gang gebracht worden und müssten nun abgewartet werden.

Für die Bundesregierung führt Wirtschaftsstaatssekretär


Matthias Machnig (SPD) die Gespräche. Er sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» und dem «Spiegel», er sehe große Chancen in dem Vorhaben. «Durch den Zusammenschluss würde der zweitgrößte Autokonzern Europas entstehen», sagte er dem «Spiegel». «Dadurch ergeben sich auch zusätzliche Möglichkeiten für Investitionen, Innovationen und Wachstum.»

Der «FAS» sagte er, «Ziel ist es, alle Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten» und verwies auf die geltende Betriebsvereinbarung, die Standorte und Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 garantiert. Zudem sei die Lage völlig anders als 2009, als mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise das komplette Aus für Opel zur Debatte stand und die Politik mit Staatshilfen eingreifen wollte.



Thema des Tages

Merkel präsentiert Kurs für Brexit-Gespräche

Berlin (dpa) - Bei den Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens muss nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von Beginn an auch über die finanziellen Verpflichtungen Londons gesprochen werden. »weiter
Lesen Sie auch:
  • BVB-Euphorie pur: Mit großem Sieg ins Finale
  • Verfrühter Ruhestand: Kein Happy End für Lahm
  • Pflichtspiel-Niederlagen von Carlo Ancelotti mit FC Bayern
  • Computer

    Nintendo verkauft 2,74 Millionen Switch-Konsolen

    Tokio (dpa) - Nintendo scheint mit der neuen Spielekonsole Switch nach dem Flop des Vorgängergeräts Wii U wieder ein Hit gelungen zu sein. Der japanische Spiele-Spezialist verkaufte im knappen ersten Monat nach dem Start am 3. März rund 2,74 Millionen Switch-Konsolen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Computerspielpreis: «Portal Knights» bestes deutsches Spiel
  • Telekom macht mobil im Kampf gegen Cyber-Attacken
  • Deutsche bezahlen Online-Einkäufe am liebsten nach Erhalt


  • Wissenschaft

    Nordamerika wohl schon wesentlich früher besiedelt

    San Diego (dpa) - Ist die Neue Welt vielleicht viel älter? Frühe Menschen haben Nordamerika möglicherweise schon 115.000 Jahre eher erreicht als bisher angenommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Miesmuschel behauptet sich auch in saurer werdendem Meer
  • Waljunge flüstern mit ihren Müttern
  • Bier bringt die Pumpe aus dem Rhythmus
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.429,00 -0,35%
    TecDAX 2.073,50 -0,50%
    EUR/USD 1,0905 +0,01%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation