Währung
17.05.2012

Devisen: Euro-Erholung nur von kurzer Dauer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag nur zwischenzeitlich von seinen deutlichen Kursverlusten seit Wochenbeginn erholen können. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2710 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen. Gegen Mittag war der Euro sogar auf ein Tief bei 1,2665 Dollar gefallen. So wenig hatte er zuletzt Mitte Januar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2682 (Mittwoch: 1,2738) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7895 (0,7851) Euro.

Am Devisenmarkt war von gegenläufigen Tendenzen im Tagesverlauf die Rede. So

sorgten am Morgen robuste Wachstumszahlen aus Japan zunächst für bessere

Stimmung unter den Investoren. Auch der Euro konnte profitieren. Ernüchterung

kam indes mit einer Auktion spanischer Staatsanleihen: Trotz einer sehr starken

Nachfrage musste das krisengeschwächte Land abermals höhere Zinsen für frisches

Geld bieten. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs Spaniens dürfte dadurch

erschwert werden.

Etwas Unterstützung erhielt der Euro am Nachmittag von schwachen

Konjunkturzahlen aus den USA. Dort sind neue Stimmungsindikatoren deutlich

schlechter als erwartet ausgefallen. In der Region Philadelphia gab der

vielbeachtete Philly-Fed-Index stark nach. Mit einem Wert von minus 5,8 Punkten

signalisiert er erstmals seit Herbst 2011 wieder eine rückläufige

Wirtschaftsentwicklung. Auch die sogenannten Frühindikatoren - ein Sammelindex

aus verschiedenen Kennzahlen - gab erstmals seit Herbst 2011 wieder nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen

Euro auf 0,80080 (0,79925) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 101,77 (102,53)

japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2011 (1,2011) Schweizer Franken <CHFVS.FX1>

fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.554,00

(Vortag: 1.548,50) gefixt. Der Preis für einen Kilobarren Gold wurde am

Donnerstag feiertagsbedingt nicht ermittelt.



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    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation