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16.04.2016

Neuss schlägt Kunstsammlung aus - hohe Folgekosten

Neuss (dpa) - Die Stadt Neuss hat auf eine millionenschwere Kunstsammlung eines anonymen Schenkers verzichtet. Mit knapper Mehrheit entschied sich der Stadtrat dagegen, die Sammlung im Schätzwert von 35 Millionen Euro zu übernehmen.

Der Spender mit familiären Wurzeln in Neuss wollte seine Kollektion von 650 Objekten aus Jugendstil und Symbolismus dem dortigen Clemens Sels Museum überlassen. Um seine Bedingungen zu erfüllen, hätte die Stadt allerdings trotz ihres beachtlichen Defizits eine erhebliche Summe in einen Erweiterungsbau des Museums investieren müssen. Von bis zu 21 Millionen Euro war die Rede, zur Entscheidung stand zuletzt eine Investition von 17 Millionen Euro.

Wenige Parteien hatten sich klar für die Schenkung ausgesprochen. «Das ist eine einmalige Chance für Neuss», sagte ein Sprecher der Linken in der Debatte. Eine Stadträtin der SPD sagte dagegen: «Bis zuletzt war mir nicht klar, wie man trotz Spendenaussicht die offene Finanzierungslücke von über zehn Millionen Euro hätte schließen können, deshalb musste ich ablehnen.»

Bund, Land und private Spender hatten Unterstützung für eine Investition in das Museum in Aussicht gestellt. Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz hatte von einer «Jahrhundertchance» gesprochen und erwartet, dass die wertvolle Sammlung statt der bisher 25 000 Besucher bis zu 75 000 Besucher jährlich in das Museum locken würde.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation