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03.02.2016

Pierre Huyghe bringt lebende Insekten ins Museum

Hannover (dpa) - Er ist berühmt für seine Arbeiten mit Tieren: Pierre Huyghe kombiniert in seinen Kunstwerken Lebewesen, künstliche Elemente und Medien.

Bis zum 24. Apri zeigt das Sprengel Museum Hannover «Orphan Patterns», die neue Installation des 53-jährigen Franzosen, der zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern zählt. Die Besucher bewegen sich im kürzlich eröffneten modernen Museumsanbau durch einen Parcours und treffen dabei auf lebende Fliegen sowie auf dunkel gekleidete Figuren mit leuchtenden Visieren, die im Würfelspiel versunken sind.

Huyghe erhält am Freitag den mit 25 000 Euro dotierten Kurt-Schwitters-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Die mit einer Ausstellung verbundene Auszeichnung wird alle zwei Jahre an herausragende Künstler verliehen, die sich dem Geist von Kurt Schwitters (1887-1948) verpflichtet sehen. Der vielseitige Maler und Literat Schwitters wollte die Grenzen zwischen Kunst und Leben überwinden. Daran schließe Pierre Huyghe mit seinen Arbeiten an, teilte das Sprengel Museum am Donnerstag mit.

Der Titel der bis zum 24. April laufenden Ausstellung «Orphan Patterns» bedeutet so viel wie Waisenmuster. Huyghe beschäftigt sich mit der Evolutionstheorie, mit Spieltheorien sowie mit Familienmustern. Die Besucher tauchen in den zehn Ausstellungsräumen in verschiedene Atmosphären ein und werden dabei auch mit ihren eigenen Prägungen und Erfahrungen konfrontiert.

2014 war Pierre Huyghes Werk im Kölner Museum Ludwig zu sehen. Diese große Retrospektive machte auch im Centre Pompidou in Paris sowie im Los Angeles County Museum of Art Station. Bereits bei der documenta 2012 erregt Huyghe Aufmerksamkeit mit einem lebenden weißen Windhund, dessen Vorderbein pink angemalt war. Seine für die Karlsaue in Kassel geschaffene Skulptur «Untilled» wurde kürzlich für die Sammlung des Museum of Modern Art in New York angekauft.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation