Aktuell
12.04.2014

Fränkischer Astronom Simon Marius wird mit Planeten geehrt

Nürnberg (dpa) - Der fränkische Astronom Simon Marius (1573-1624) hat ein Denkmal am Himmel bekommen: Zu Ehren des Forschers, der nur einen Tag nach Galileo Galilei die vier großen Jupitermonde entdeckte, heißt der Asteroid «1980 SM» nun «7984 Marius».

Das teilte die Internationale Astronomische Union (IAU) mit. Der 1980 entdeckte Kleinplanet zieht seine Bahn um die Sonne im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.

«Die Benennung des Planeten nach Simon Marius ist eine relevante internationale Anerkennung für einen bisher vergessenen Astronomen, der auf dem gleichen Niveau wie ein Galilei gearbeitet hatte», erklärte der Leiter der Arbeitsgemeinschaft «Simon Marius» der Nürnberger Astronomischen Gesellschaft, Pierre Leich.

Der Hofastronom der Ansbacher Markgrafen stand lange im Schatten von Galilei, der ihn damals des Plagiats bezichtige. Kurz nach Erfindung des Fernrohrs entdeckten beide fast zeitgleich die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Marius erspähte sie am 8. Januar 1610, einen Tag nach dem Italiener. Der veröffentlichte seine Entdeckung noch im gleichen Jahr, Marius erst vier Jahre später. Erst im Februar war ein inzwischen 27-sprachiges Marius-Portal freigeschaltet worden.



Thema des Tages

Diane Kruger gewinnt in Cannes - Goldene Palme für Schweden

Cannes (dpa) - Riesen-Erfolg für den deutschen Film in Cannes: Diane Kruger hat am Sonntagabend beim Festival in Südfrankreich den Preis als beste Schauspielerin gewonnen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Deutschsprachige Gewinner beim Filmfest Cannes
  • Die Preisträger beim Filmfestival Cannes
  • Steinbrück stänkert gegen Schulz-Wahlkampf
  • Computer

    Maas: Interne Facebook-Löschkriterien «völlig willkürlich»

    Hamburg (dpa) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vor dem Hintergrund der Enthüllungen von Facebooks internen Anweisungen im Umgang mit Hass- und Gewaltinhalten mehr Transparenz gefordert. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Instant Articles bei Facebook: Was bringt es den Verlegern?
  • Facebook sperrt Holocaust-Leugnung nur in einigen Ländern
  • Deutsche immer sorgloser im Netz - trotz Kenntnis der Gefahr


  • Wissenschaft

    Ignorieren ist schlimmer als ein klares «Nein»

    Basel (dpa) - Gar keine Antwort ist für abgelehnte Bewerber an schlimmsten. Selbst eine lapidare oder gar unfreundliche Absage fördere das Wohlbefinden, etwa nach einem Jobgespräch oder einer Wohnungsbesichtigung. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Wandernden Zebras dient die Erinnerung als Kompass
  • Der Tod von weißen Hirschen soll Unglück bringen
  • Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.604,00 +0,01%
    TecDAX 2.276,75 +0,06%
    EUR/USD 1,1178 +0,03%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation