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05.08.2012

Archäologische Kunstwerke zurück in Afghanistan

Kabul/London (dpa) - Das Nationalmuseum in Afghanistan hat am Sonntag mehr als 800 archäologische Kunstwerke zurückerhalten, die während des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren gestohlen und aus dem Land geschafft worden waren.

Darunter sind Buddhastatuen und aufwendige Elfenbeinschnitzereien aus der antiken Stadt Begram. Einige der Gegenstände seien mehr als 4000 Jahre alt, berichtete der Sender BBC. Der afghanische Kulturminister Sayed Makhdoom Raheen bestätigte der Nachrichtenagentur dpa die offizielle Übergabe.

Viele der antiken Stücke seien von britischen Grenzbehörden und der Polizei entdeckt worden, andere wurden bei privaten Sammlern gefunden und zurückgekauft, berichtete die BBC. Eine steinerne Buddhastatue, die 1800 Jahre alt sein soll, sei aus dem Nationalmuseum in Kabul gestohlen und in Japan entdeckt worden.

Die Rückgabe wurde vom British Museum in London unterstützt, das einige Stücke im vergangenen Jahr bereits ausgestellt hatte. Das britische Verteidigungsministerium habe die Werke schließlich nach Kabul geflogen. «Das ist nicht das erste Mal, dass die Briten uns bei der Wiedererlangung der archäologischen Schätze geholfen haben», sagte Kulturminister Sayed Makhdoom Raheen. Schon früher seien zahlreiche Werke übergeben worden.

Zehntausende archäologischer Fundstücke waren während des Bürgerkriegs und der Talibanherrschaft geraubt worden. Die örtlichen Behörden vermuten, dass damals mehr als zwei Drittel der Exponate aus den Sammlungen des Nationalmuseums verloren gingen. Auch von anderen archäologischen Stätten im Land verschwanden viele Werke. Diebstahl und Schmuggel hielten bis heute immer an, sagte der Minister.



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