Aktuell
15.04.2016

«Der Staat gegen Fritz Bauer» ist Filmpreis-Favorit

Berlin (dpa) - Mit neun Nominierungen geht der Politthriller «Der Staat gegen Fritz Bauer» als Favorit ins Rennen um den 66. Deutschen Filmpreis. Das auf Tatsachen beruhende Drama von Lars Kraume über die schwierige Aufarbeitung der NS-Zeit im Nachkriegsdeutschland ist unter anderem als bester Spielfilm für die Lola nominiert.

Auch die Darsteller des Films haben Lola-Chancen: Burghart Klaußner ist für die beste Hauptrolle als Generalstaatsanwalt und Nazi-Jäger Fritz Bauer nominiert, Ronald Zehrfeld für die beste Nebenrolle als Bauers Mitarbeiter.

Das gaben die Schauspielerin Iris Berben als Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Freitag bekannt. Der Deutsche Filmpreis wird am 27. Mai in Berlin im Palais am Funkturm verliehen. Die von Jan Josef Liefers moderierte Gala wird in der ARD am selben Abend zeitversetzt ab 22.15 Uhr ausgestrahlt.

Chancen in der Königskategorie «Bester Spielfilm» haben neben «Der Staat gegen Fritz Bauer» weitere fünf Produktionen: die Hitler-Satire «Er ist wieder da» von David Wnendt, Tom Tykwers Romanverfilmung «Ein Hologramm für den König» mit Tom Hanks, Doris Dörries «Grüße aus Fukushima», Thomas Stubers «Herbert» mit Peter Kurth als an ALS erkranktem Ex-Boxer sowie das Drama «4 Könige» von Theresa von Eltz.

Der Schulkomödie «Fack Ju Göhte 2» - mit rund 7,6 Millionen Kinozuschauern ein Publikumsrenner - ist die Lola-Trophäe bereits sicher. Regisseur Bora Dagtekin bekommt den Preis für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres. Die Ehren-Lola wird Filmproduzentin Regina Ziegler («Weissensee») entgegennehmen.

In der Kategorie beste weibliche Hauptrolle sind Jördis Triebel («Ein Atem»), Rosalie Thomass («Grüße aus Fukushima») und Laura Tonke («Hedi Schneider steckt fest») nominiert. In der Sparte beste männliche Hauptrolle gehen neben Burghart Klaußner («Der Staat gegen Fritz Bauer») auch Oliver Masucci («Er ist wieder da») und Peter Kurth («Herbert») an den Start.

Als beste Nebendarstellerinnen sind Anneke Kim Sarnau («4 Könige»), Lina Wendel («Herbert»), Laura Tonke («Mängelexemplar») und Barbara Sukowa («Vor der Morgenröte») nominiert. Hoffnung auf den Preis als bester Nebendarsteller können sich außer Ronald Zehrfeld («Der Staat gegen Fritz Bauer») auch Fabian Busch («Er ist wieder da») und Michael Nyqvist («Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück») machen. Am Start in der Sparte beste Regie sind Lars Kraume («Der Staat gegen Fritz Bauer»), David Wnendt («Er ist wieder da») und Maria Schrader («Vor der Morgenröte»).

Als bester Kinderfilm konkurriert «Heidi» von Alain Gsponer gegen «Rico, Oscar und das Herzgebreche» von Wolfgang Groos. In der Auswahl für den besten Dokumentarfilm sind drei Produktionen: «Above and Below» von Nicolas Steiner, «Democracy - Im Rausch der Daten» von David Bernet und «Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen» von Dominik Graf.



Thema des Tages

Last-Minute-Niederlage für Schalke gegen Manchester City

Gelsenkirchen (dpa) - Was für ein bitteres Ende nach einem packenden Fußball-Fest! Der FC Schalke 04 hat gegen das Millionen-Ensemble von Manchester City trotz Überzahl und einer 2:1-Führung noch eine 2:3-Niederlage kassiert. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Digitalpakt für Deutschlands Schulen kann kommen
  • «Gorch-Fock»-Werft stellt Insolvenzantrag
  • Wirtschaftskrimi um die Gorch Fock
  • Computer

    Samsung bringt aufklappbares Smartphone für 2000 Euro heraus

    San Francisco (dpa) - Samsung wagt im Smartphone-Markt den Vorstoß in eine neue Geräte-Kategoriew mit einem Telefon, das sich zu einem Tablet auffalten lässt. Das Gerät mit dem Namen Galaxy Fold soll zum Preis von 2000 Euro im Mai in den Handel kommen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Internet aus dem All: Gibt es bald Netz für alle?
  • Gegen den Trend: Deutscher Smartphone-Markt legt weiter zu
  • Ein Assistent mit «gesundem Menschenverstand»


  • Wissenschaft

    Ein See in knalligem Pink

    Melbourne (dpa) - Hohe Temperaturen und viel Sonne haben einen See in Australien in ein pinkes Gewässer verwandelt. Die Farbe stamme von Algen, die in dem See in einem Park in Melbourne wachsen, wie die zuständige Behörde, Parks Victoria, auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Fortschritt im Kampf gegen Ebola im Kongo
  • Jagd auf Affen half Homo sapiens beim Überleben im Regenwald
  • Studie: Wölfe wählen Militärgelände gern als Lebensraum
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.432,50 +1,09%
    TecDAX 2.617,25 -0,62%
    EUR/USD 1,1344 -0,02%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation