Aktuell
30.07.2012

TV-Festival Rose d'Or erstmals in Brüssel

Iris Berben auf dem roten Teppich beim Fernsehfestival Rose d'Or in Luzern (Foto vom 10.05.2012).

Luzern (dpa) - Das internationale Fernsehfestival Rose d'Or verliert seine typisch Schweizer Note und soll künftig jedes Jahr woanders stattfinden.

Die Markenrechte an der TV-Show samt Vergabe der Goldenen Rosen für die international besten Beiträge der Fernsehunterhaltung eines Jahres wurden an die Europäische Rundfunkunion (EBU) verkauft. An ihr sind auch ARD und ZDF beteiligt. Den Verkauf gab am Montag der Schweizer Medienkonzern Ringier bekannt, der die Rose d'Or erst 2009 erworben hatte.

Die Übernahme durch die EBU ist bereits zum 1. August wirksam. Das Rose-d'Or-Festival soll 2013 erstmals in Brüssel stattfinden. Danach werde es «wohl jährlich auf Wanderschaft durch verschiedene EBU-Mitgliedstaaten gehen», hieß es bei Ringier. Die EBU machte zu ihren konkreten Plänen mit dem Festival und möglichen Austragungsorten zunächst keine Angaben.

Die Organisation ist ein Zusammenschluss von derzeit 74 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Ihr Hauptsitz ist Genf. Generaldirektorin ist Ingrid Deltenre, Ex-Chefin des Schweizer Fernsehens.

Jahrzehnte war das Rose d'Or-Festival mit der Kulisse von Montreux am Genfer See verbunden, wo der internationale Wettbewerb für TV-Unterhaltung von 1961 bis 2003 veranstaltet wurde. Nach finanziellen Schwierigkeiten und sinkender Publikumsgunst versuchte die Schweizer Firma Freddy Burger Management, die als Eventagentur im Showgeschäft und in der Gastronomie tätig ist, einen Neuanfang in Luzern am Vierwaldstättersee.

Kurz vor dem 50. Jubiläum wurde Rose d'Or 2009 von Ringier übernommen. Seitdem sei das Festival «auf solide Beine gestellt und zu einem Forum und einem der wichtigsten Treffpunkte für Entscheidungsträger der weltweiten Medienbranche erweitert» worden, erklärte Ringier. Der Verkauf an die EBU sei erfolgt «aufgrund der Neuorganisation des Entertainment-Bereichs bei Ringier». Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Oft haben auch deutsche TV-Produktionen Goldene Rosen gewonnen. So gingen im Mai 2012 Jahr zwei Preise an die ARD: Für den Eurovision Song Contest 2011 (ESC) in der Kategorie «Live Event Show» und den Film «Homevideo» in der Kategorie «TV Movie». Auszeichnungen gab es 2012 auch für Iris Berben und Stefan Raab. Die Schauspielerin wurde mit der «Lifetime Rose» geehrt und der Entertainer mit der «Innovation Rose».

Bis in die Endrunde von insgesamt mehr als 400 eingereichten Beiträgen aus rund 40 Ländern hatte es beim letzten Rose-d'or-Festival auch die WDR-Serie «Du bist kein Werwolf - Über Leben in der Pubertät» geschafft. Über die Preisvergabe in insgesamt zwölf Kategorien entschied bislang eine zehnköpfige internationale Expertenjury.



Thema des Tages

Assad rechnet mit Militärintervention des Westens

Damaskus (dpa) - Russland und die USA wollen die syrischen Bürgerkriegsparteien zu Verhandlungen zwingen. Doch Assad glaubt nicht, dass dies den Konflikt beenden wird. Zumindest in diesem Punkt liegt die Opposition auf seiner Linie. Assad rechnet mittelfristig mit einer Militärintervention. Im Kampf um Al-Kusair sollen Hisbollah-Kämpfer gefallen sein. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Assad: Syrien-Friedenskonferenz ohne Chance
  • Syrien gleicht einem Schlachthaus - Foltermethoden wie im Mittelalter
  • Dutzende Tote in syrischer Provinz Homs
  • Computer

    Tumblr-Gründer Karp - der spartanische Internet-Tycoon

    New York (dpa) - Erst im Januar grinste David Karp vom Cover des US-Magazins «Forbes». Es kommt nicht oft vor, dass einem 26-Jährigen die Titelgeschichte in einer der einflussreichsten Zeitschriften der Welt gewidmet wird. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Yahoo kauft Tumblr: «Wir versprechen, es nicht zu versauen»
  • WHS-Stiftung stellt Förderung von Wikileaks weitgehend ein
  • «Focus»: WhatsApp legt in Deutschland rasant zu


  • Wissenschaft

    Vögel: Gute Taucher sind zwangsläufig schlechte Flieger

    Washington (dpa) Tauchen und Fliegen passt in der Natur nicht gut zusammen: Vögel, die ihre Flügel an eine Fortbewegung unter Wasser angepasst haben, tun sich mit dem Fliegen schwer. Denn ihr Energieaufwand ist in der Luft vergleichsweise sehr hoch. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • WHO warnt vor Gefahren durch neue Viren
  • Studie: Erde erwärmt sich langsamer als bisher berechnet
  • Natur und Zucht: Karpfenrassen sind unterschiedlich risikobereit
  • Börse