Neuerscheinungen
15.03.2016

Historienthriller der Tudor-Zeit

Frankfurt (dpa) - Im Sommer 1546 liegt der englische König Heinrich VIII. offensichtlich im Sterben. Hinter den Kulissen entbrennt daher ein erbitterter Machtkampf zwischen den religiösen Reformern und den katholischen Konservativen um die Vorherrschaft im Land nach dem Tode des Königs.

In dieser kritischen Lage hat die Königin Catherine Parr, selbst den Reformern angehörig, eine religiöse Bekenntnisschrift verfasst, die ihr sehr schaden kann. Als das Manuskript gestohlen wird, beauftragt sie den Anwalt Matthew Shardlake, die Schrift wiederzubeschaffen. Der sticht jedoch mit seiner Suche in ein politisches Wespennest und gerät zwischen die Mühlsteine der Fraktionen, deren Ränke ihn zu vernichten drohen.

Der britische Jurist und Historiker C. J. Sansom beschreibt in «Die Schrift des Todes» in seltener Anschaulichkeit und Lebendigkeit die Tudor-Epoche. Er widersteht der Versuchung, wegen der Komplexität der religiösen Verwerfungen und der damit verbundenen politischen Machtspiele einer oberflächlich-seichten Darstellung zu erliegen. Vielmehr gelingt ihm das Kunststück, einen historisch fundierten Roman im Stile eines Politthrillers zu schreiben.

C. J. Sansom: Die Schrift des Todes, Fischer Verlag, Frankfurt, 768 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-596-03337-9




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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation