WWF und Buchautor einigen sich
Wilfried Huismann und die Umweltstiftung WWF haben sich außergerichtlich geeinigt. Foto: Henning Kaiser
Der WWF teilte mit, er habe «belegen können, dass mehrere Kernaussagen des Autors unzutreffend» gewesen seien. Nun sei man froh, dass es «mit Unterstützung des Landgerichts Köln zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen» sei. «Ein Verbot des Buches war nie unser Ziel», versicherte der WWF.
Für das Gütersloher Verlagshaus/Verlagsgruppe Random House sagte der Justiziar Rainer Dresen, die Änderungen beträfen keineswegs Kernaussagen des Buches, sondern Detailformulierungen. «Wir haben das getan, weil wir den Fall endlich abschließen wollten und weil der Hauptvorwurf des Buches - nämlich die zu große Nähe zu Industriekonzernen - weiterhin aufrechterhalten werden kann.»
Huismann wirft dem WWF vor, viel zu eng mit Umweltzerstörern wie Ölkonzernen und sogar mit Militärdiktaturen zu kooperieren. Die Organisation mit dem Markenzeichen Panda sah sich dadurch diffamiert und hatte vor dem Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung beantragt. Das Gericht hatte am 15. Juni einen Teil der WWF-Einwände nachvollzogen, gleichzeitig aber betont, die Organisation müsse sich auch Kritik gefallen lassen. Zugleich hatte es den Kontrahenten eine gütliche Einigung nahegelegt und die Umformulierung einiger Passagen angeregt.



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