Dänischer Sonning-Preis für Orhan Pamuk
Orhan Pamuk wird geehrt. Foto: Bernd Thissen
Pamuk stelle kulturelle Grenzen infrage und mache die Chancen deutlich, die im Überschreiten dieser Grenzen lägen, erklärte die Jury zur Begründung. Der Preis ist mit einer Million Kronen (135 000 Euro) dotiert.
Die nach dem Publizisten C. J. Sonning (1879-1937) benannte Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Universität in Kopenhagen für besondere Verdienste um die europäische Kultur verliehen. Pamuk soll den Preis am 26. Oktober bei einer Feier in der Universität entgegennehmen.
Pamuk hat sich mit historischen Romanen weltweit einen Namen gemacht. Als erster türkischer Schriftsteller erhielt er 2006 den Nobelpreis für Literatur. Erst kürzlich eröffnete er in Istanbul sein «Museum der Unschuld». Die dort gezeigten Ausstellungsstücke aus dem Alltagsleben der Türkei in den 70er und 80er Jahren setzen den gleichnamigen Roman des Schriftstellers in Szene, der die Geschichte einer schmerzlichen Liebe erzählt.
2010 war der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger mit dem Sonning-Preis ausgezeichnet worden. Weitere deutsche Preisträger waren unter anderem der Philosoph Jürgen Habermas (1987) und der Schriftsteller Günter Grass (1996).



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