Aktuell
26.06.2018

Bahnfahrt richtig planen und günstig ans Ziel

Berlin (dpa/tmn) - Verspätungen bei der Bahn sind ärgerlich für Kunden. Und sie sind keine Seltenheit, wie das Unternehmen selbst einräumt. Kunden müssen also bei der Reiseplanung Zeitpuffer einkalkulieren und sollten ihre Recht kennen. Darauf weist die Stiftung Warentest hin.

Sie verweist auf Zahlen des Unternehmens: Im Mai zum Beispiel waren laut Bahn nur 75,8 Prozent der Fernzüge pünktlich am Ziel, also weniger als sechs Minuten später als laut Fahrplan. Im April waren 76,5 Prozent pünktlich, im März 75,3 Prozent, im Februar 80,4 Prozent. Jahresziel des Unternehmens sind 82 Prozent.

In der Zeitschrift

«test» (Ausgabe 7/18) gibt es zur Feriensaison nützliche Hinweise und Tipps für Bahn-Reisende. Eine Übersicht:

- Erstattung: Wenn sich ein Zug verspätet, muss die Bahn einen Teil des Ticketpreises erstatten. 25 Prozent des Fahrpreises gibt es ab 60 Minuten Verspätung, 50 Prozent ab 120 Minuten. Entscheidend ist die Ankunftszeit am Zielort. Bei mehr als 20 Minuten Verspätung entfällt zudem die Zugbindung, Kunden dürfen dann alternative Züge nutzen.

- Tipp: Beim Buchen am besten immer eine Umsteigezeit von mindestens 15 Minuten einstellen. Das senkt die Gefahr, den Anschlusszug zu verpassen - zumindest bei geringfügigen Verspätungen. Wer sich über Verzögerungen informieren will, nutzt am besten die DB Navigator App. Diese kann auch Auskunft etwa über falsche Wagenreihungen geben.

- Günstig fahren: Weil viele Reisende die günstigen Fernbusse nutzen, setzt die Bahn verstärkt auch niedrige Tarife. So wird es den «Super Sparpreis» ab 19,90 Euro ab August dauerhaft geben, jedoch vor allem auf weniger frequentierten Verbindungen. Und das City Ticket für den öffentlichen Nahverkehr an Start und Ziel gibt es künftig auch ohne Bahn Card. Diese Neuerungen hatte die Bahn kürzlich angekündigt.

Die Stiftung Warentest hat Anfang Juni mehr als 450 Reisemöglichkeiten am Wochenende vom 24. und 25 November 2018 überprüft. Für mehr als die Hälfte der Reisen gab es auch am Samstag Tickets für 19,90 Euro, doch nur für weniger als ein Fünftel am Sonntag. Eine andere Stichprobe der Tester zeigte: Die geringsten Rabatte gibt es für Fahrten am Freitag, aber immer noch bis zu 30 bis 40 Prozent.

- Tipp: der «Sparpreis-Finder» auf der Bahn-Webseite. Bei der Buchung außerdem die Option «Schnelle Verbindungen bevorzugen» deaktivieren. Dann bekommen Kunden oft günstigere Züge angezeigt, die teils nur ein wenig länger brauchen. Je früher man bucht, umso besser. Allerdings sind Buchungen maximal 180 Tage im Voraus möglich - und nur bis Ende des Jahresfahrplans am 8. Dezember 2018.



Thema des Tages

Bahn: Zwei Prozent aller Fernzughalte fielen aus

Berlin (dpa) - Bei den Fernzügen der Deutschen Bahn sind nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr etwa zwei Prozent der Halte ausgefallen. Ursache dafür waren «externe Umstände wie Stürme, Hitze, Personenunfälle und Streik sowie technische und betriebliche Gründe», teilte eine Bahnsprecherin in Berlin auf Anfrage mit. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Mindestens 21 Tote nach Explosion an Benzinleitung in Mexiko
  • Trump kündigt Stellungnahme zu Mauer und Shutdown an
  • CSU will mit Söder-Wahl Weichen für Zukunft stellen
  • Computer

    Google holt sich Smartwatch-Technologie bei Fossil

    Mountain View/Richardson (dpa) - Google gibt Spekulationen über Pläne für eine eigene Computer-Uhr neuen Auftrieb mit einem Zukauf. Der Internet-Konzern holt sich für 40 Millionen Dollar (35 Mio Euro) Smartwatch-Technologie beim Uhren-Spezialisten Fossil. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Schnelles Internet für Firmen: Deutschland im EU-Mittelfeld
  • «Collection #1»: Datensatz mit Millionen Passwörtern im Netz
  • Facebook sperrt Info-Kampagne aus Russland


  • Wissenschaft

    Der wohl einsamste Frosch der Welt bekommt ein Date

    Cochabamba (dpa) - Zehn Jahre lang lebte der Sehuencas-Wasserfrosch Romeo alleine in einem Aquarium in einem Naturkundemuseum in Bolivien. Er galt als einer der letzten seiner Art. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Totale Mondfinsternis: Roter Mond für Frühaufsteher
  • Eltern leiden besonders unter längeren Arbeitszeiten
  • Atombatterie im Herz?
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.272,50 +3,24%
    TecDAX 2.594,00 +3,06%
    EUR/USD 1,1363 -0,23%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation