Aktuell
28.02.2018

Kein Krankengeld bei verspäteter Vorlage des Attests

Detmold (dpa/tmn) - Wer krank wird, hat in der Regel Anspruch auf Krankengeld. Allerdings nur, wenn Arbeitnehmer ein Attest vorlegen. Geben sie die Bescheinigung zu spät bei der Krankenkasse ab, ruht der Anspruch auf Krankengeld, befand das Sozialgericht Detmold (Az.: S 3 KR 824/16).

Versicherte können sich jedenfalls nicht darauf verlassen, dass der Arzt die Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse meldet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Fall: Die Klägerin war ab dem 1. Juni beschäftigt. Sie erkrankte am 10. Juni und kündigte das Arbeitsverhältnis zum 30. Juni. Das Attest ging erst am 1. Juli bei der Krankenkasse ein, die wegen verspäteter Vorlage die Zahlung von Krankengeld ablehnte. Eine Lohnfortzahlung von ihrem Arbeitgeber konnte sie für die Zeit nicht beanspruchen.

Das Urteil: Das Sozialgericht wies die Klage der Frau ab. Die gesetzliche Meldepflicht obliegt dem Versicherten. Sie soll gewährleisten, dass die Krankenkasse frühzeitig über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit informiert wird. Versäumt der Versicherte die Meldung, verliert er seinen Anspruch.

Die Klägerin wandte zwar ein, sie habe nicht gewusst, dass sie keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung habe. Das überzeugte die Kammer jedoch nicht. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung trage den eindeutigen Hinweis: «Ausfertigung zur Vorlage bei der Krankenkasse». Insoweit hätte der Klägerin klar sein müssen, dass sie das Papier der Krankenkasse zu übersenden hat.



Thema des Tages

Zensus-Urteil: Berlin und Hamburg hoffen auf mehr Geld

Berlin/Hamburg/Karlsruhe (dpa) - Die Länder Berlin und Hamburg hoffen, dass sie vom Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Volkszählung 2011 finanziell profitieren. »weiter
Lesen Sie auch:
  • BVB mit Duseltor zum Sieg - Unglückliche Götze-Rückkehr
  • Kim will Atomstätte schließen und Inspekteure zulassen
  • Empörung in der SPD über Maaßens Beförderung
  • Computer

    Musks Aktien-Tweet: Strafermittler wollen mehr Informationen

    Palo Alto (dpa) - Die Untersuchungen amerikanischer Behörden zum kurzlebigen Plan von Tesla-Chef Elon Musk, den Elektroautobauer von der Börse zu nehmen, weiten sich aus. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Patentstreit von Apple und Qualcomm geht weiter
  • Netzagentur verteidigt Pläne für Mobilfunk-Versteigerung
  • Bei Internet-Ausbau soll niemand zurückgelassen werden


  • Wissenschaft

    Mikroplastik gelangt über Mücken in Vögel und Fledermäuse

    Reading (dpa) Mikroplastik kann Forschern zufolge über Mücken auch in Vögel, Fledermäuse und Spinnen gelangen. Winzige Kunststoffstückchen, die Mücken als Larven im Wasser geschluckt haben, seien auch noch in erwachsenen, fliegenden Insekten zu finden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Tuberkulose bleibt tödlichste Infektionskrankheit vor Aids
  • Süchtig nach Likes und Strikes
  • Junge Meeresschildkröten stärker von Plastikmüll bedroht
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.187,00 +0,24%
    TecDAX 2.906,50 -0,04%
    EUR/USD 1,1702 +0,27%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation