Aktuell
16.02.2018

Wie Großeltern Enkeln ihren Glauben vermitteln

Coburg (dpa/tmn) - Viele Kinder werden nicht mehr religiös erzogen. Dabei halten oft Oma und Opa an ihrem Glauben fest. Sie fragen sich, ob sie trotzdem mit den Enkeln über Gott reden sollen? 

«Unbedingt», sagt der Psychologe und Ratgeberautor Hans Berwanger aus Coburg. «Es liegt in der Natur des Menschen, nach dem Sinn des Lebens zu suchen.»

Die Großeltern können mit ihrem Glauben ein Angebot für eine mögliche Antwort machen. Hinzu kommt für Berwanger, dass der Glaube zum Beispiel an Schutzengel, die Wiedergeburt oder einen liebenden, gütigen Gott Kindern Sicherheit gibt.

Beginnen können Großeltern damit im Grunde ab der Geburt. «Es gibt schöne Bilderbücher, die man schon mit Babys anschauen kann.» Wer regelmäßig in die Kirche geht, kann den Nachwuchs auch mitnehmen. «Auch wenn sie das noch nicht im Einzelnen begreifen, spüren die Kinder die besondere Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit.»

Bevor sie ihren Glauben vermitteln, sollten Oma oder Opa die Eltern der Enkel allerdings um Erlaubnis bitten. «Meist treffen sie auf offene Ohren.» Denn: «Die heutigen Erwachsenen sind in der Regel nicht anti-religiös.» Sie hätten häufig einfach den Bezug zur Kirche verloren - oder wollten schlichtweg bei all der finanziellen Belastung nicht auch noch Kirchensteuer zahlen. «Manche glauben auch immer noch, nur vielleicht nicht mehr im Sinne einer bestimmten Konfession.»

Literatur:

Andrea Bischhoff, Hans Berwanger: Die Eltern-Schule: Kinder fürs Leben stark machen, Piper, 368 Seiten, 14,90 Euro, ISBN-13: 9783492049665



Thema des Tages

Zensus-Urteil: Berlin und Hamburg hoffen auf mehr Geld

Berlin/Hamburg/Karlsruhe (dpa) - Die Länder Berlin und Hamburg hoffen, dass sie vom Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Volkszählung 2011 finanziell profitieren. »weiter
Lesen Sie auch:
  • BVB mit Duseltor zum Sieg - Unglückliche Götze-Rückkehr
  • Kim will Atomstätte schließen und Inspekteure zulassen
  • Empörung in der SPD über Maaßens Beförderung
  • Computer

    Musks Aktien-Tweet: Strafermittler wollen mehr Informationen

    Palo Alto (dpa) - Die Untersuchungen amerikanischer Behörden zum kurzlebigen Plan von Tesla-Chef Elon Musk, den Elektroautobauer von der Börse zu nehmen, weiten sich aus. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Patentstreit von Apple und Qualcomm geht weiter
  • Netzagentur verteidigt Pläne für Mobilfunk-Versteigerung
  • Bei Internet-Ausbau soll niemand zurückgelassen werden


  • Wissenschaft

    Mikroplastik gelangt über Mücken in Vögel und Fledermäuse

    Reading (dpa) Mikroplastik kann Forschern zufolge über Mücken auch in Vögel, Fledermäuse und Spinnen gelangen. Winzige Kunststoffstückchen, die Mücken als Larven im Wasser geschluckt haben, seien auch noch in erwachsenen, fliegenden Insekten zu finden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Tuberkulose bleibt tödlichste Infektionskrankheit vor Aids
  • Süchtig nach Likes und Strikes
  • Junge Meeresschildkröten stärker von Plastikmüll bedroht
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.177,00 +0,16%
    TecDAX 2.907,75 +0,00%
    EUR/USD 1,1680 +0,08%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation