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30.05.2012

Hobby des anderen nicht bedingungslos mittragen

Wer bei den Hobbys des Partners mitmacht, sollte keine falsche Begeisterung vortäuschen. Wichtig ist auch sein, einen Ausgleich auszuhandeln. Foto: Tobias Hase

Essen (dpa/tmn) - Jedes Fußballspiel dem sportverrückten Partner zuliebe mitgucken? Das kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein. Wie immer ist das richtige Maß der beste Weg.

Wendet ein Partner sehr viel Zeit für sein Hobby auf, darf das nicht zulasten der Beziehung gehen. Grundsätzlich sei es positiv, wenn man sich dafür entscheide, die Interessen des anderen zu teilen. Allerdings dürfe dabei nicht das Gefühl entstehen, ein Opfer zu bringen. Denn wer sich in einer Beziehung zu sehr unterordne, schade damit nur sich selbst. Ganz ausklinken aus dem Hobbys des Partners sollte man sich jedoch auch nicht, denn sonst läuft man schnell Gefahr, nur noch wenig Zeit miteinander zu verbringen.

Kann man sich für Nachmittage im Fußballstadion oder Kinoabende nicht erwärmen, und kommt nur aus Gefälligkeit mit, sollte man dies dem Partner klarmachen: «Zeigen Sie Flagge, indem Sie beispielsweise sagen 'Ich gehe nur für dich mit zum Fußball'», sagt Rüdiger Wacker, Paartherapeut aus Essen. Denn oft sei dem anderen gar nicht klar, dass man für sein oder ihr Hobby nicht dieselbe Leidenschaft hege.

Auf keinen Fall sollte man aus falschem Harmoniestreben den Mund halten und darauf hoffen, dass der Partner weniger Zeit in sein Hobby investiert. Besser sei es, ihm oder ihr ein Tauschgeschäft vorzuschlagen: «Überlegen Sie sich, was der andere im Gegenzug mit ihnen teilen kann», rät Wacker.



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    Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation