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15.05.2012

Fast jeder Zweite nutzt ein Passwort je Dienst

Laut einer Umfrage befolgt fast jeder Zweite eine der wichtigsten Sicherheitsregeln für das Internet: Ein Account, ein Passwort. Foto: Andrea Warnecke

Berlin/München (dpa/tmn) - Ein Passwort für alle Dienste? So unvorsichtig sind angeblich nur die wenigsten Internetnutzer. Auch weitere Sicherheitsstandards scheinen sich rumzusprechen.

Ein Dienst, ein Passwort: An diese wichtige Sicherheitsregel hält sich immerhin fast jeder zweite deutsche Internetnutzer (45 Prozent). Ein Drittel (33 Prozent) ist etwas nachlässiger und benutzt einige Passwörter für mehrere Dienste, wie das Beratungsunternehmen Convios in einer Studie herausgefunden hat. Nur 5 Prozent gaben an, durchgängig ein Passwort für alle Dienste zu benutzen. 17 Prozent beantworteten die Frage gar nicht. Im Auftrag von Web.de waren im April 1006 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt worden.

Bei der Wahl der Passwörter schlagen zwei Drittel der Nutzer (66 Prozent) die richtige Richtung ein: Sie haben nach eigenen Angaben noch nie leicht zu knackende Passwörter wie das Geburtsdatum, den Namen des Haustiers, «123456» oder «qwertz» benutzt. Es gibt aber noch Verbesserungsbedarf: Sonderzeichen, die Passwörter stärker machen, streut bisher nur jeder Siebte (14 Prozent) ein.

Die Mehrheit der Nutzer (56 Prozent) behält Passwörter im Kopf, 16 Prozent schreiben sie sich auf Zettel auf. Nur jeweils 4 Prozent speichern sie im Browser ab oder benutzen ein PC-Programm fürs Passwortmanagement. Die große Mehrheit (86 Prozent) gab an, Passwörter noch nie an Freunde oder Bekannte weitergegeben zu haben.

Nicht jeder wechselt sein Passwort regelmäßig: 34 Prozent setzen die Codes länger als ein Jahr ein, 32 Prozent wechseln sie monatlich und 23 Prozent halbjährlich. Für 10 Prozent ist die Zeit zum Wechseln nach einem Jahr gekommen.

Nur ein abstraktes Passwort mit Groß- und Kleinschreibung sowie Zahlen und Sonderzeichen, das keinen Sinn ergibt, ist ein sicheres Passwort. Man merkt es sich am besten mit einem Satz als Eselbrücke. Dabei wird das Passwort aus dem ersten Zeichen jedes Wortes und den Ziffern und Satzzeichen gebildet. Beispielsweise ergibt der Satz «Wie soll ich mir 5 Passwörter merken?» das Passwort «Wsim5Pm?». Experten raten dazu, Passwörter etwa alle drei Monate zu wechseln.



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