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05.03.2018

Skype-Bewerbungsgespräch ernst nehmen

Freiburg (dpa/tmn) - Die Bewerbungskultur hat sich verändert: Während Kandidaten früher mit einer persönlichen Einladung die erste Stufe der Auswahl schon geschafft hatten, dienen Skype- oder Telefon-Gespräch heute häufig als Vorauswahl für das Vor-Ort-Interview.

Das bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Unternehmen Möglichkeiten - birgt aber auch Risiken. «Weil man zu Hause in seiner gewohnten Umgebung ist, besteht die Gefahr, dass man das Gespräch nicht ernst genug nimmt», warnt Bewerbungscoach Hans-Georg Willmann. Das sei seiner Erfahrung nach der häufigste und schwerwiegendste Fehler der Bewerber.

«Business-Kleidung ist ein Muss», erklärt Diplom-Psychologe Willmann. Auch bei einem Telefongespräch ohne Videobild: «Wer im Pyjama zu Hause sitzt, ist beim Gespräch nicht souverän.» Bewerber sollten in der Lage sein, Fragen über Persönlichkeit, Motivation und Qualifikation angemessen zu beantworten. Ebenfalls sollten sie gefasst darauf sein, dass der Arbeitgeber schon Konditionen und Gehaltsvorstellungen besprechen möchte. Für den Bewerber habe das Telefon- oder Skype-Interview dahingehend Vorteile: Notizen könnten vorbereitet und so platziert werden, dass sie nicht im Bild sind.

Auch aus Hardware-Sicht gilt es Vorbereitungen zu treffen. «Der Computer-Akku muss geladen und die Kamera positioniert sein. Leuchten Sie zudem das Bild gut aus», rät der Experte. Es sei zudem sinnvoll, den Blick in die Kamera vorher zu üben - so verhindert man, dass die eigenen Augen ständig auf das eigene Bild wandern, das in der Videokonferenz eingeblendet ist.

Als letzten Punkt betont der Coach: «Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber in der Praxis sehr häufig ein Problem: Seien Sie pünktlich erreichbar.» Wer in der Bewerbung angibt, zuverlässig zu sein, aber nicht auf den Punkt zu der vereinbarten Zeit erreichbar ist, mache sich unglaubwürdig.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation