Aktuell
11.07.2012

Bachelorabsolventen wollen den Master

Hannover (dpa/tmn) - Ohne Master keine Berufschancen - das scheint noch für viele Studierende zu gelten. Ein Großteil von ihnen sattelt nach dem ersten Studium noch eins drauf.

Fast drei Viertel der Bachelorabsolventen entscheiden sich für ein Masterstudium. Einer Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung in Hannover zufolge machen sie das in erster Linie, um ihre Berufschancen zu verbessern, sich persönlich weiterzubilden und ihren fachlichen Neigungen besser nachkommen zu können.

Bachelorabsolventen von Universitäten entschieden sich der Befragung zufolge zu 85 Prozent für einen Master, ihre Kommilitonen an den Fachhochschulen zu 63 Prozent. Die höchsten Übergangsquoten gibt es bei BA-Absolventen in Mathematik und den Naturwissenschaften: Fast alle Absolventen entscheiden sich für einen Master.

Für die Wissenschaftler zeigt sich hier, dass Fächer wie Biologie, Physik und Chemie primär an Universitäten studiert werden und die Studierenden sich deswegen noch an den traditionellen Diplomabschlüssen orientieren. Außerdem sei die Promotion kein Ausnahmefall. Bachelorabsolventen, die sich gegen ein weiteres Studium entscheiden, wollten schnell Geld verdienen, sähen gute Chancen mit ihrem schon erreichten Abschluss oder hätten ein festes Berufsziel vor Augen, für das sie keinen weiteren Abschluss benötigten, so die Autoren der Studie.

Die Möglichkeit, für den Master ein anderes Fach zu wählen, nutzen Bachelorabsolventen noch selten. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede zwischen den Fächgruppen: Absolventen der Sprach- und Kulturwissenschaften beispielsweise wählten vergleichsweise häufig ein Masterstudium in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.



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