Suche nach Allergieauslösern: Wohnung untersuchen lassen
Berlin (dpa/tmn) - Juckende rote Augen, Niesen, Hautausschlag oder asthmatische Anfälle: Bei Allergien oder Atemwegproblemen ist die Ursache manchmal in den eigenen vier Wänden zu finden.Mottenschutzmittel in Teppichen, Beschichtungen auf dem Ledersofa, Flammschutzmittel in Gardinen - die Liste an potenziellen Krankmachern sei lang, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. «In vielen Baustoffen sind Substanzen, die sich zu Verbindungen zusammenschließen können, die für den ein oder anderen Menschen problematisch sein können».
Betroffene sollten sich etwa bei Problemen in den Atemwegen selbst genau beobachten. Ein «geschwollener Hals in den eigenen vier Wänden» kann Reinhold-Postina zufolge ein Indiz für Schadstoffe in der Wohnung sein. Klarheit könne eine Analyse der Raumluft durch Innenlufthygieniker oder Raumlufthygieniker bringen. Sie könnten rund 8000 chemische Verbindungen nachweisen. Ob sie schädlich seien, hänge unter anderem davon ab, wie hoch die Konzentration in der Luft sei und welche anderen Schadstoffe vorhanden seien. Die Untersuchung kostet nach Angaben des Verbandes zwischen 1000 und 1500 Euro.
