Thema des Tages
16.03.2019

Faktencheck: Verbreitete der Moschee-Schütze ein Manifest?

Christchurch (dpa) - Im Internet kursiert ein 74-seitiges «Manifest», das dem Attentäter von Christchurch zugeschrieben wird. Verbreitet wurde es über soziale Medien, die Polizei äußerte sich bisher nicht zur Echtheit des Dokuments - doch es gibt durchaus Anhaltspunkte für dessen Authentizität.

Sollte sich das bewahrheiten, könnte das Dokument Hinweise auf den Hintergrund der Bluttat in Neuseeland geben.

Die dem Verdächtigen zugeschriebenen Profile bei Facebook und Twitter sind zwar inzwischen gesperrt, auf im Netz archivierten Versionen ist ein Blick auf die Accounts aber weiterhin möglich.

Demnach wurde bei Facebook am Freitag um 13.33 Uhr (Ortszeit) ein Livestream gestartet. Zwar kann dieser auf der archivierten Seite jetzt nicht mehr angeschaut werden, allerdings zeigt das stattdessen dargestellte Standbild den Innenraum des Autos aus dem kursierenden 17-minütigen Video, das die Tat selbst sowie knapp sieben Minuten vor der Attacke zeigt. Die Polizei hatte via Twitter mitgeteilt, dass die ersten Berichte von Schüssen gegen 13.40 Uhr einliefen.

Auf dem archivierten Facebook-Account sind zudem wenige Minuten vor dem Video-Post mehrere Links veröffentlicht worden, über die das «Manifest» heruntergeladen werden kann. Es trägt den Titel «The Great Replacement» (Der große Austausch). Ältere Posts beinhalten etwa Links zu Zeitungsartikeln, deren Inhalt das «Manifest» thematisch wieder aufgreift - etwa über die Geburtenrate unter Muslimen.

Auch auf dem archivierten Twitter-Account waren die Links zum «Manifest» gepostet worden. Außerdem gibt es dort Fotos von Waffen und Magazinen, die auch im Video des Angriffs zu sehen sind. Auch zu dem Video äußerte sich die Polizei bislang nicht.

Das Manifest selbst ist ein Konvolut von rassistischen Aussagen, Forderungen und Zeichen. Unter anderem zeigt es auf dem Deckblatt die sogenannte «Schwarze Sonne», ein esoterisches Nazi-Symbol. In einem angeblichen Interview gibt der Verfasser Auskunft über sich und die Beweggründe für die Tat.



Thema des Tages

Trump warnt Iran mit scharfen Worten

Washington (dpa) - Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit deutlichen Worten vor einer Eskalation gewarnt. «Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!», schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Österreichs Kanzler will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden
  • Nach dem schwerem Busunglück wird Unglücksursache gesucht
  • Viele Zehntausend demonstrieren gegen Nationalismus
  • Computer

    Experte: Teslas «Autopilot» war bei Todescrash eingeschaltet

    Washington (dpa) - Ein erster Unfallbericht zu einem tödlichen Tesla-Crash im März wirft neue Fragen zum Assistenzsystem «Autopilot» auf. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Neue Initiative für abhörsicheres Quanteninformationsnetz
  • Drahtzieher nach weltweitem Online-Betrug vor Gericht
  • Messenger-Chef: Trotz Verschlüsselung Hassreden bekämpfen


  • Wissenschaft

    Fertiggerichte verleiten zum Zugreifen und machen dick

    Bethesda (dpa) - Tiefkühl-Pizza, abgepacktes Brot oder Schokolade: Stark verarbeitete Lebensmittel sind in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer beliebter geworden, mittlerweile machen sie fast die Hälfte der verzehrten Nahrung aus. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen
  • Bettwanzen wohl älter als gedacht
  • Studie: Sex reizt bis ins hohe Alter
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.236,50 -0,02%
    TecDAX 2.862,50 -0,16%
    EUR/USD 1,1151 -0,11%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation