Thema des Tages
08.03.2018

Gabriels Erklärung zu seinem Abschied aus dem Bundeskabinett

Berlin (dpa) - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nach eigener Aussage nicht angehören. Die am Donnerstag veröffentlichte Erklärung Gabriels im Wortlaut:

«Andrea Nahles und Olaf Scholz haben mich heute darüber unterrichtet, dass ich der nächsten Bundesregierung nicht mehr angehören werde. Ich bin nach wie vor direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages, aber nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe. In meiner knapp 30 jährigen politischen Laufbahn hatte ich die Möglichkeit 18 Jahre für mein Land und für die SPD in leitenden Funktionen zu arbeiten. Es war eine spannende und ereignisreiche Zeit, die mir große Chancen und Erfahrungen eröffnet hat, die weit über das hinaus gingen, was ich mir als junger Mensch zu träumen gewagt hätte. Das war eine große Ehre, für die ich tiefe Dankbarkeit empfinde.

Zu den für mich bleibenden Erinnerungen der letzten Jahre gehören so unterschiedliche politische Prozesse wie die Rettung von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen bei der Übernahme der Einzelhandelskette Kaisers/Tengelmann, die erfolgreiche Entwicklung von Vorschläge zur Wahl zweier Bundespräsidenten oder die Befreiung deutscher Staatsangehöriger aus ungerechtfertigter Haft im Ausland. Vor allem meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Wegbegleitern im In- und Ausland bin ich zu Dank verpflichtet. Denn ohne sie hätte ich meine Aufgaben nicht erfüllen können. Meine Dankbarkeit gilt aber insbesondere auch den Mitgliedern und Wählerinnen und Wählern der SPD, ohne deren Vertrauen ich nicht in meine politischen Ämter hätte gewählt werden können.

Ich wünsche der neuen Bundesregierung insgesamt, meinem Nachfolger im Auswärtigen Amt und meiner Partei von Herzen Erfolg für die Bewältigung der vor uns liegenden großen Herausforderungen zum Wohle unseres Landes und zum Wohle Europas.»



Thema des Tages

Koalitionsspitzen wollen Maaßen-Deal neu verhandeln

Berlin (dpa) - Nach tagelangen Diskussionen über die Zukunft des bisherigen Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen rollen die Spitzen der Koalitionsparteien das Thema neu auf - und wollen noch an diesem Wochenende zu einer Entscheidung kommen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Moorbrand bei Meppen: von der Leyen kommt ins Emsland
  • «Wird unseren Erwartungen nicht gerecht»: VfB noch sieglos
  • Notbremse im Maaßen-Drama
  • Computer

    Amazon will Schlüsselrolle im vernetzten Zuhause einnehmen

    Seattle (dpa) - Amazon will mit neuen Geräten und Diensten für seine Assistenzsoftware Alexa das vernetzte Zuhause dominieren. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • EuGH soll Haftung von Sharehostern klären
  • EU-Verbraucherkommissarin: Verliere Geduld mit Facebook
  • Kaspersky: Firmen müssen Cyber-Security-Pläne entwickeln


  • Wissenschaft

    Extrem seltener Käfer weiter verbreitet als gedacht

    Tönning (dpa) - Der extrem seltene Halligflieder-Spitzmausrüsselkäfer (Pseudaplemonus limonii) ist weiter verbreitet als gedacht. In Deutschland lebt das drei bis vier Millimeter große Insekt ausschließlich in den Salzwiesen des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Foodwatch: Kaum Zuckerreduzierung bei Erfrischungsgetränken
  • Jagdverband: App soll Wildunfälle vermeiden helfen
  • Eines der ältesten Tiere überhaupt identifiziert
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.404,00 +0,63%
    TecDAX 2.813,75 -0,39%
    EUR/USD 1,1750 +0,01%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation