Geklappt im Zug und verstaut beim Flug - Mit Faltrad reisen
Klipp, klapp, klein: Faltbare Räder gehen bei der Bahn als Gepäck durch und werden kostenlos transportiert. Für eine Flugreise passen sie auch in einen Koffer. Foto: Peter Endig
Falträder dürfen in Zügen kostenlos mitgenommen werden - vorausgesetzt, sie sind zusammengeklappt. «Dann gelten sie nicht als Fahrrad, sondern als Gepäckstück, für das kein Zusatzticket benötigt wird», erklärt Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). In einer Tasche müssen die zusammenklappbaren Velos nicht stecken. Die Mitnahme sei auch in ICE-Zügen gestattet, in denen sonst kein Fahrradtransport möglich ist. Falträder sind vor allem bei Berufspendlern beliebt, um damit zum Beispiel den Weg zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz überbrücken.
Auf jeden Fall sollten Faltradfahrer ihr Velo noch am Bahnsteig und nicht erst im Zug zusammenklappen, rät Cibulski. «Denn wenn es ein Schaffner ganz genau nimmt und mitbekommt, wie ein Fahrgast mit einem fahrbereiten Faltrad ohne Extraticket für das Fahrrad zusteigt, könnte es Ärger wegen Schwarzfahrens mit allen Konsequenzen geben.» Dem ADFC sei bisher allerdings nur ein solcher Fall bekannt.
Nach Einschätzung der ADFC-Sprecherin «müsste wie in Deutschland in den meisten europäischen Ländern die kostenlose Faltrad-Mitnahme in Zügen möglich sein». Cibulski rät Auslandsreisenden dennoch, sich vorher auf den Internetseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen über die Transportbedingungen für Falträder zu informieren.
Wer ein Faltrad als Gepäckstück am Flughafen aufgibt, packt es am besten in einen Hartschalenkoffer und nicht in eine Stofftasche, empfiehlt Cibulski. «So übersteht das Rad den manchmal doch recht rabiaten Umgang mit Gepäck am Flughafen ohne Schäden.» Je nach Fluggesellschaft werde unter Umständen ein Sportgepäckaufschlag für den Faltradtransport fällig.
Moderne Falträder lassen sich laut Cibulski «mit wenigen Handgriffen auf ein quadratisches Packmaß von ungefähr 50 mal 50 Zentimetern» zusammenklappen und wiegen um die zehn Kilogramm. Mit klassischen Klapprädern sind die Hightech-Räder von heute nicht zu vergleichen. «Falträder in ordentlicher Qualität bekommt man ab 700 Euro aufwärts», sagt die Expertin. Besonders leichte, kleine und hochwertige Modelle könnten aber auch leicht um die 2000 Euro kosten.



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