Brennpunkte
22.01.2019

20 Tote nach Schiffsbrand in Meerenge von Kertsch befürchtet

Moskau (dpa) - Der Brand zweier Gastanker vor der Südküste der Halbinsel Krim hat vermutlich 20 Seeleute das Leben gekostet. Nach der Bergung von zehn Leichen haben die Rettungskräfte laut der russischen Schifffahrtsbehörde jede Hoffnung aufgegeben, zehn noch vermisste Crew-Mitglieder lebend zu finden.

Die Tanker unter der Flagge von Tansania brannten nach 24 Stunden immer noch und bekamen Schlagseite. Es bestehe aber keine Gefahr, dass sie sinken, sagte ein Sprecher des Rettungsstabes.

Zwölf Matrosen konnten gerettet werden und sollten nachmittags aufs russische Festland gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Tass meldete. Das Feuer war am Montag durch eine Explosion ausgelöst worden. Die Schiffe hatten im russischen Hafen Temrjuk am Asowschen Meer flüssiges Erdgas (LNG) geladen. Das Unglück könnte sich ereignet haben, als Treibstoff zwischen den Tankern umgeladen wurde.

Die Besatzungsmitglieder stammten aus Indien und der Türkei, hinzu kommt laut Tass ein Praktikant aus Libyen. Die überlebenden Matrosen erlitten teils Brandverletzungen, teils Unterkühlungen nach ihrem Sprung ins kalte Wasser.

Der Unfall ereignete sich vor der Südküste der Krim - an der Einfahrt in die Straße von Kertsch. Russland hat die ukrainische Halbinsel 2014 annektiert. Deshalb ist die Lage in diesem Teil des Schwarzen Meeres gespannt. Russische Grenzschützer hatten dort im November drei ukrainische Marineschiffe beschossen und die Besatzung wegen angeblicher Grenzverletzung verhaftet. Schiffe warten oft wochenlang auf die Passage durch die Meerenge.



Thema des Tages

Wirtschaftskrimi um die Gorch Fock

Berlin/Elsfleth (dpa) - Bei der vor zwei Jahren begonnenen Sanierung des Segelschulschiffs «Gorch Fock» kommt es immer schlimmer. Auf Planungsmängel, immer neue Verzögerungen und eine Kostenexplosion folgt nun der große Knall. »weiter
Lesen Sie auch:
  • «Gorch-Fock»-Werft stellt Insolvenzantrag
  • Bahnkunden brauchen Geduld: Bis zu 800 Baustellen pro Tag
  • Kabinett beschließt Pläne für weniger Lebensmittelabfälle
  • Computer

    Internet aus dem All: Gibt es bald Netz für alle?

    Paris (dpa) - In der Wüste mal eben kurz die Mails checken, im Dschungel die neusten Nachrichten lesen? An mobiles Internet haben sich die meisten Menschen gewöhnt. Aber es gibt Orte, da würden wohl die wenigsten mit Internetempfang rechnen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Gegen den Trend: Deutscher Smartphone-Markt legt weiter zu
  • Ein Assistent mit «gesundem Menschenverstand»
  • Analyst: Diesjährige iPhones bekommen drei Kameras


  • Wissenschaft

    Ein See in knalligem Pink

    Melbourne (dpa) - Hohe Temperaturen und viel Sonne haben einen See in Australien in ein pinkes Gewässer verwandelt. Die Farbe stamme von Algen, die in dem See in einem Park in Melbourne wachsen, wie die zuständige Behörde, Parks Victoria, auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Fortschritt im Kampf gegen Ebola im Kongo
  • Jagd auf Affen half Homo sapiens beim Überleben im Regenwald
  • Studie: Wölfe wählen Militärgelände gern als Lebensraum
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 11.410,00 +0,89%
    TecDAX 2.613,50 -0,76%
    EUR/USD 1,1362 +0,21%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation