Brennpunkte
19.05.2017

Hohe Beteiligung bei Präsidentenwahl im Iran

Teheran (dpa) - Die Präsidentenwahl im Iran ist beendet. Am Freitag um Mitternacht Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) schlossen die Wahllokale endgültig, nachdem das Innenministerium zuvor die Abstimmung wegen des großen Andrangs verlängert hatte.

Mit Spannung wird der Ausgang erwartet, da es um den künftigen Kurs des Landes geht: Öffnung oder Abschottung. Mehr als 56 Millionen Iraner waren aufgerufen zu bestimmen, ob sie dem moderaten Präsidenten Hassan Ruhani eine zweite Amtszeit geben oder einen politischen Wechsel wollen.

Ruhanis Hauptrivale war Ebrahim Raeissi, der Spitzenkandidat des erzkonservativen Klerus. Die anderen beiden Kandidaten galten als chancenlos. Erste Prognosen soll es schon Samstagmorgen geben. Nach Angaben von Innenminister Abdulresa Rahman Fasli werden die Endergebnisse am Samstagabend oder spätestens am Sonntag bekanntgeben. Ruhani galt zwar als Favorit, aber Raeissi genoss die Unterstützung des Klerus sowie der staatlichen Medien.

Am Freitag bildeten sich nach Berichten von Augenzeugen vor vielen Wahllokalen in der Hauptstadt Teheran lange Schlangen. Auch in den Provinzen war die Beteiligung nach Medienangaben lebhaft. Eigentlich war die Schließung der Wahllokale für 15.30 Uhr (MESZ) geplant gewesen.  

«Heute ist ein wichtiger Tag, da die Iraner ihr Schicksal und das ihrer Kinder selbst in der Hand haben», sagte Ruhani nach seiner Stimmabgabe in der Hosseinieh-Erschad-Moschee in Teheran. Die Wähler sollten außerdem nicht vergessen, dass das Wahlergebnis auch außenpolitisch für das Land enorm wichtig sei, sagte der Präsident.

Ein Ministeriumssprecher sagte dem staatlichen Fernsehen, sofort nach dem Ende der Wahlen sollten die Stimmen gezählt werden. Nur die Angaben des Innenministeriums seien amtlich. Medienberichte, besonders in den sozialen Netzwerken, sollten ignoriert werden, sagte der Sprecher.



Thema des Tages

EU startet zweite Phase der Brexit-Verhandlungen

Brüssel (dpa) - Die EU hat das Startsignal zur Ausweitung der Brexit-Verhandlungen gegeben und will bis Herbst 2018 einen Vertrag über den Austritt Großbritanniens unter Dach und Fach bringen. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Migration, Brexit, Wirtschaftsunion: Der Gipfel in Zitaten
  • Brexit: Auf in die zweite Etappe - aber wie?
  • Schulz: SPD will mit Union sondieren
  • Computer

    Netzneutralität: Experten befürchten negative Folgen

    Berlin (dpa) - Die Abschaffung der strikten Regeln zur Netzneutralität in den USA könnte nach Befürchtungen von Experten zumindest mittelfristig auch Auswirkungen auf Deutschland haben. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Teile von Telekom-Tarif «StreamOn» untersagt
  • Siemens kooperiert mit Amazon
  • IBM schließt Kooperationen für Nutzung von Quantencomputer


  • Wissenschaft

    Forscher belauschen Asteroid «Oumuamua»

    Green Bank (dpa) - Ist ein Raumschiff an der Erde vorbeigeflogen? Auf der Suche nach außerirdischer Intelligenz haben US-Astronomen damit begonnen, den Asteroiden «Oumuamua» zu belauschen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Studie: Zu viel Sport am Limit könnte dem Herzen schaden
  • Drei ISS-Raumfahrer sicher zur Erde zurückgekehrt
  • Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 13.064,50 -0,03%
    TecDAX 2.529,75 -0,24%
    EUR/USD 1,1765 +0,00%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation