Brennpunkte
17.02.2017

Studie sieht drastische Einnahmeverluste des IS

London (dpa) - Die Einnahmen der Terrormiliz IS sind einer Studie zufolge dramatisch gesunken. Sie seien in den vergangenen beiden Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen, heißt es in einer Untersuchung des Londoner Kings's College und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young (EY).

Das berichtet der «Spiegel». Die Untersuchung liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor. Nahm der IS 2014 demnach geschätzt noch bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar ein, waren es 2016 nur noch maximal 870 Millionen Dollar.

Die Autoren erklären den Einbruch vor allem mit dem Verlust von großen Gebieten im Irak und in Syrien. Damit schrumpften auch seine Einnahmen. Die Studie wird am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt.

Zu den wichtigsten Einnahmen zählt die Untersuchung Steuern und Gebühren. An zweiter Stelle folgen Gelder, die aus der Produktion und dem Verkauf von Öl stammen. Einnahmen aus Entführungen oder dem so oft zitierten Antikenhandel seien hingegen gering.

Trotz des Einnahmerückgangs bleibe die terroristische Bedrohung bestehen, heißt es weiter. Anschläge seien mit vergleichsweise geringen Summe zu finanzieren. «Einer Schätzung französischer Behörden zufolge wurden für die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris nicht mehr als 20 000 Euro aufgewendet», sagte Terrorexperte Peter Neumann vom Kings College, einer der vier Autoren der Studie.



Thema des Tages

Schwierige Koalitionssuche in Niedersachsen hat begonnen

Hannover (dpa) - In Niedersachsen hat die schwierige Suche nach einer neuen Regierungskoalition begonnen. Die Führungsspitze der siegreichen SPD kam am Abend in Hannover zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Gravitationswellen kollidierender Neutronensterne erfasst
  • Rechtsruck in Österreich - Folgen für die Europäische Union
  • Bahn erhöht Preise - Fernzugtickets knapp ein Prozent teurer
  • Computer

    Forscher entdecken Sicherheitslücken in WLAN-Verschlüsslung

    Löwen (dpa) - Sicherheitsforscher der Katholischen Universität Löwen haben gravierende Sicherheitslücken in dem Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt, mit dem WLAN-Hotspots abgesichert werden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Huawei setzt mit «Mate 10 Pro» zur Aufholjagd an
  • Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-Krone
  • Instagram ändert Nutzungsregeln


  • Wissenschaft

    Gravitationswellen kollidierender Neutronensterne erfasst

    Hanford/Livingston/Pisa (dpa) - Astronomen haben erstmals Gravitationswellen von der Kollision zweier Neutronensterne aufgezeichnet. Ebenfalls zum ersten Mal konnten die Folgen eines solchen Ereignisses mit zahlreichen Teleskopen beobachtet werden. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Regelmäßiges Blutspenden kann gesundheitsfördernd sein
  • Alles aus Zucker? Mehr Sirup in Lebensmitteln befürchtet
  • Torfmoos-Fingerwurz ist Orchidee 2018
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.997,00 +0,04%
    TecDAX 2.540,75 +0,57%
    EUR/USD 1,1780 -0,15%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation