Bakterien: Kaufland nimmt Käse aus dem Regal
STEC-Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Foto: Julian Stratenschulte / Archiv
Sie hatte den Käse über Kaufland-Filialen vertrieben, wie eine Sprecherin der Warenhauskette mit Sitz in Neckarsulm der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.
Die französischen Behörden hätten «eine Verunreinigung mit shigatoxinbildenden E. coli-Bakterien (STEC-Bakterien) festgestellt», hieß es in der Mitteilung von Münnich fromage. Die Bakterien könnten bei Menschen «zu ernsthaften Erkrankungen führen». Eine Sprecherin von Münnich fromage teilte zudem mit: «Irgendwelche Hinweise dafür, dass es sich bei der bakteriellen Verunreinigung um Ehec handeln könnte, liegen uns nicht vor.»
Derselbe Käse wurde auch unter anderen Markennamen vertrieben, wie aus dem Bundesländer-Portal «lebensmittelwarnung.de» hervorgeht. Gewarnt wird vor den Chargennummern 120466173 und 120466177. Bereits seit einigen Tagen heißt es in dem Portal: «STEC-Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen.» Als lebensbedrohliche Komplikation könne sich in bestimmten Fällen ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln.
Das HUS-Syndrom war bei der Ehec-Epidemie im vergangenen Jahr als schwere Verlaufsform bekanntgeworden. 53 Patienten waren beim bisher größten Ehec-Ausbruch in Deutschland zwischen Anfang Mai und Anfang Juli 2011 ums Leben gekommen.
