Brennpunkte
21.04.2019

Nordmazedonier wählen neues Staatsoberhaupt

Skopje (dpa) - Nordmazedonien hat einen neuen Präsidenten gewählt. Die Abstimmung gilt als Testwahl für die Regierung des Sozialdemokraten Zoran Zaev, nachdem sich die frühere jugoslawische Republik Mazedonien erst im Februar in Nordmazedonien umbenannt hatte.

Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem sozialdemokratischen Kandidaten Stevo Pendarovski und der parteilosen, von der nationalistischen Oppositionspartei VMRO-DPMNE unterstützten Gordana Siljanovska-Davkova.

Einen dritten Kandidaten, Blerim Reka, unterstützen zwei Parteien der albanischen Minderheit. Der bisherige Präsident, der mit der VMRO-DPMNE verbundene Djordje Ivanov, durfte nach zwei Amtsperioden nicht mehr erneut antreten. Kommt keiner der Kandidaten auf mindestens 50 Prozent der Stimmen, wird eine Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten am 5. Mai erforderlich. Mit Ergebnissen wird am späten Sonntagabend gerechnet.

Bis 13.00 Uhr nahmen nach Angaben der Staatlichen Wahlkommission in Skopje 20 Prozent der Wahlberechtigten teil. Bei der Präsidentenwahl vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung zur selben Zeit bei 25 Prozent gelegen.

Mit der Umbenennung des Landes wurde der Namensstreit mit Griechenland beigelegt. Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren darauf bestanden, dass der nördliche Nachbar seinen Namen ändert, weil eine Region im Norden Griechenlands ebenso heißt. Als EU- und Nato-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Inzwischen ist der Beitritt Nordmazedoniens zur Nato eingeleitet worden.



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    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation