Brennpunkte
24.03.2019

Mueller-Bericht: Keine Hinweise auf Absprachen mit Moskau

Washington (dpa) - US-Sonderermittler Robert Mueller ist nach Angaben des US-Justizministeriums in seinem Bericht zu dem Schluss gekommen, dass es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 keine geheimen Absprachen zwischen dem Wahlkampflager Donald Trumps und Russland gegeben hat.

Das geht aus einem am Sonntag veröffentlichten Brief von Justizminister William Barr an den US-Kongress hervor. Mueller traf der Zusammenfassung zufolge zudem keine Festlegung, ob Trump die Justiz behindert habe, sondern er legte Indizien in beide Richtungen vor. Der Bericht komme nicht zu dem Schluss, dass der Präsident ein Verbrechen begangen habe, er entlaste ihn aber auch nicht, hieß es.

Mueller hatte seinen vertraulichen Bericht am Freitag zunächst an US-Justizminister William Barr übergeben - und seine Untersuchungen zur Russland-Affäre um Präsident Donald Trump damit nach fast zwei Jahren abgeschlossen.

Mueller hatte von Mai 2017 an dazu ermittelt, ob es bei den mutmaßlichen Versuchen russischer Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Vertretern Russlands gab - und ob Trump mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey die Justiz behindert hat. Die Ermittlungen haben zu mehr als 30 Anklagen geführt, darunter gegen sechs Menschen aus Trumps Umfeld.

Trump war Muellers Untersuchung ein gewaltiger Dorn im Auge. Immer wieder bezeichnete er sie als «Hexenjagd». Der Präsident warf Mueller und seinem Team vor, den Demokraten helfen zu wollen.

Nach dem Ende der Ermittlungen hielt Trump sich aber zunächst auffällig zurück und äußerte sich nicht öffentlich. Der Präsident spielte am Samstag und Sonntag Golf in Florida, sein Twitterkonto blieb zunächst bis auf zwei eher belanglose Nachrichten stumm. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, erklärte, nach der Übergabe des Berichts lägen die nächsten Schritte bei Barr.



Thema des Tages

Busunglück auf Madeira: Versagten die Bremsen?

Funchal (dpa) - Überlebende des schweren Busunglücks von Madeira mit 29 Toten haben ein Bremsversagen als wahrscheinliche Unfallursache bezeichnet. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Geschwärzter Mueller-Bericht veröffentlicht
  • «Schrei aus Stille» - Madeira nach Bustragödie unter Schock
  • Nordkorea reizt Trump: Atomgespräche mit USA nur ohne Pompeo
  • Computer

    Verwertungsgesellschaft VG Media will Milliarden von Google

    Berlin (dpa) - Nach der Verabschiedung der neuen EU-Richtlinie zum Urheberrecht hat sich die Verwertungsgesellschaft VG Media mit einer Milliardenforderung an Google gewandt. Das teilte die VG Media am Donnerstag mit. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Apple startet zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling
  • Neue Datenschutz-Panne bei Facebook
  • Müssen Maschinen ins Gefängnis? KI und das Recht


  • Wissenschaft

    Als die Nasa Astronauten zum Training nach Bayern schickte

    Nördlingen (dpa) - Die Mondlandung der US-Amerikaner vor fast 50 Jahren verfolgten Millionen Menschen live vorm Fernseher. Eine kleine Stadt in Nordschwaben hat seit jener Zeit ein besonders enges Verhältnis zur Nasa: Die US-Raumfahrtbehörde schickte einst Astronauten zu einem Lehrgang nach Nördlingen. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Geheimnisse von Gewitterblitzen gelüftet
  • Forscher weisen frühestes Molekül des Universums im All nach
  • 200 Millionen Jahre alter Saurier-Fußabdruck entdeckt
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.237,50 +0,69%
    TecDAX 2.807,00 -0,22%
    EUR/USD 1,1234 -0,57%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation