Überblick
14.11.2017

Deutsche U21 Tabellenführer - 5:2-Sieg in Israel

Von Christian Kunz, dpa

Ramat Gan (dpa) - U21-Europameister Deutschland hat zum Abschluss seines Titeljahres die Tabellenführung in der EM-Qualifikation erobert. Erleichtert klatschte Trainer Stefan Kuntz seine Jungprofis nach dem lange hart umkämpften 5:2 (1:1)-Erfolg in Israel ab.

Durch das 2:1 von Norwegen gegen den bisherigen Tabellenersten Irland steht die deutsche Auswahl nun an der Spitze ihrer Gruppe. Nur die Sieger der insgesamt neun Gruppen qualifizieren sich direkt für die Fußball-EM 2019 in Italien und San Marino.

Kuntz sprach von einem wichtigen Sieg, «der vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Im Gegensatz zum letzten Spiel haben wir die Basics wie Laufbereitschaft und Zweikampfstärke ein bisschen vernachlässigt. Diese Nachlässigkeiten hat Israel ausgenutzt und das Spiel so bis kurz vorm Ende offen gestaltet.» Mit der Mentalität seines Teams sei er «absolut zufrieden» gewesen.

Im letzten Spiel des Jahres mit dem Titelgewinn im Sommer als Höhepunkt musste die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes auf dem ramponierten Rasen in Ramat Gan zwischenzeitlich zittern. Erst ein starker Schlussspurt brachte die Punkte. Mahmoud Dahoud (17. Minute), Lukas Klostermann (54.), Aaron Seydel (79.), Timo Baumgartl (82.) und Florian Neuhaus (90.+1) sorgten im fünften Spiel der Qualifikationsrunde für den vierten deutschen Erfolg.

Nach dem 7:0 in Aserbaidschan präsentierte sich Israel beim Spiel als stärkerer Gegner. Der Gastgeber kam durch Moti Barshazky (44.) und Shon Zalman Weissman (73.) zweimal zum Ausgleich.

Bei angenehmen Temperaturen um 20 Grad ging der Europameister vor 2500 Zuschauern standesgemäß in Führung. Nach Einwurf von Klostermann kam der Ball über den neu ins Team beorderten Cedric Teuchert und Levin Öztunali zu Dahoud. Der Dortmunder Mittelfeldakteur traf mit einem Flachschuss. Teuchert (19.) nach starkem Zuspiel von Dahoud und Nadiem Amiri (26.) per Distanzschuss hatten das 2:0 auf dem Fuß.

Nachdem die deutsche Elf die Anfangsphase bestimmt hatte, wurde Israel stärker. Dazu war die deutsche Defensive, die früh den Ausfall des angeschlagenen Waldemar Anton (Hannover 96) verkraften musste, mitunter anfällig. Barshazky nutzte das zum Ausgleich.

Entschlossen kam die deutsche Mannschaft aus der Kabine und belohnte sich schnell. Der Hoffenheimer Amiri setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Klostermann mustergültig. Der Leipziger hatte keine Mühe.

Nachdem die DFB-Auswahl vor einem Monat gegen Norwegen 1:3 verloren hatte, durfte sie sich in Israel keine weitere Niederlage erlauben. Der starke Schlussmann Alexander Nübel rettete den 2:1-Vorsprung mit einer Glanztat gegen Shon Zalman Weissman (67.). Fünf Minuten später war er nach einem Weissmann-Solo machtlos.

Kiels eingewechselter Stürmer Seydel mit seinem zweiten Treffer im zweiten U21-Länderspiel sorgte für die Führung. Stuttgarts Baumgartl und Düsseldorfs Neuhaus jeweils mit dem Debüttor sorgten für die Erlösung.



Thema des Tages

Trauriger Rekord: Nie gab es weltweit so viele Flüchtlinge

Genf (dpa) - Nie sind in der Welt durch Krisen und Konflikte so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie 2017. Insgesamt waren es Ende des Jahres 68,5 Millionen, 4,6 Prozent mehr als Ende 2016, berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Es ist der fünfte Rekordwert in Folge. »weiter
Lesen Sie auch:
  • Größte Fluchtkrisen: Vom Kongo über Südsudan bis Venezuela
  • Flüchtlingszahlen im Vergleich
  • Asylstreit: Merkel sucht unter Hochdruck europäische Lösung
  • Computer

    Bevölkerung sieht EU-Datenschutzverordnung skeptisch

    Montabaur (dpa) - Lediglich 17 Prozent der Menschen in Deutschland sind laut einer Studie davon überzeugt, dass ihre Daten durch die neue europäische Datenschutzgrundverordnung besser geschützt sind. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Rewe verdient noch kein Geld im Internet
  • Kontroverse um Online-Spielsucht
  • Positives Cebit-Fazit: «Wurden für unseren Mut belohnt»


  • Wissenschaft

    WWF: Zahl der Jaguare in Mexiko hat zugenommen

    Mexiko-Stadt (dpa) - In Mexiko gibt es wieder mehr Exemplare der stark bedrohten Jaguare (Panthera onca). Derzeit gebe es rund 4800 der Tiere in dem lateinamerikanischen Land, erklärte die Umweltorganisation WWF in einer Mitteilung. »weiter
    Lesen Sie auch:
  • Mehr künstliche Kniegelenke für Jüngere
  • Alte Apfelsorten finden immer mehr Liebhaber
  • Himmlisches Hochbeet: Tomaten sollen in Satelliten wachsen
  • Börse
    DAX
    Chart
    DAX 12.674,50 -2,58%
    TecDAX 2.813,75 -1,74%
    EUR/USD 1,1549 -0,63%

    Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation