Devisen: Euro steigt deutlich über 1,31 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Konjunkturdaten und eine erfolgreiche Geldmarktauktion Spaniens haben dem Euro <EURUS.FX1> am Dienstag Auftrieb verliehen. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3140 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Bereits am späten Vorabend hatte der Euro nach einer überwiegend schwachen Tendenz spürbar zulegen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag noch auf 1,3024 (Freitag: 1,3148) Dollar festgesetzt.

Für Erleichterung sorgte am Dienstag eine Auktion spanischer

Geldmarktpapiere. Zwar musste das angeschlagene Euro-Land deutlich höhere Zinsen

für frisches Geld bezahlen. Die Nachfrage nach den Titeln mit 12- und

18-monatiger Laufzeit legte aber zu. Zudem konnte Spanien mehr Geld aufnehmen

als geplant. Nach den Turbulenzen am spanischen Anleihemarkt zu Wochenbeginn

sorgte das Auktionsergebnis für Entspannung. Am spanischen Sekundärmarkt, wo

bestehende Titel gehandelt werden, standen die Staatspapiere nicht mehr ganz so

stark unter Druck.

Darüber hinaus sorgten Konjunkturdaten für Unterstützung beim Euro. Im April

hellten sich die stark beachteten ZEW-Konjunkturerwartungen sowohl für

Deutschland als auch für den Euroraum den fünften Monat in Folge auf. Experten

werteten die Ergebnisse als Bestätigung des konjunkturellen Aufwärtstrends in

Deutschland. Dass sich die Stimmung auch im gesamten Währungsraum verbesserte,

überraschte die meisten Bankvolkswirte. Sie hatten angesichts des trüben Lage in

Spanien mit einer Verschlechterung gerechnet.





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