Für Erleichterung sorgte am Dienstag eine Auktion spanischer
Geldmarktpapiere. Zwar musste das angeschlagene Euro-Land deutlich höhere Zinsen
für frisches Geld bezahlen. Die Nachfrage nach den Titeln mit 12- und
18-monatiger Laufzeit legte aber zu. Zudem konnte Spanien mehr Geld aufnehmen
als geplant. Nach den Turbulenzen am spanischen Anleihemarkt zu Wochenbeginn
sorgte das Auktionsergebnis für Entspannung. Am spanischen Sekundärmarkt, wo
bestehende Titel gehandelt werden, standen die Staatspapiere nicht mehr ganz so
stark unter Druck.
Darüber hinaus sorgten Konjunkturdaten für Unterstützung beim Euro. Im April
hellten sich die stark beachteten ZEW-Konjunkturerwartungen sowohl für
Deutschland als auch für den Euroraum den fünften Monat in Folge auf. Experten
werteten die Ergebnisse als Bestätigung des konjunkturellen Aufwärtstrends in
Deutschland. Dass sich die Stimmung auch im gesamten Währungsraum verbesserte,
überraschte die meisten Bankvolkswirte. Sie hatten angesichts des trüben Lage in
Spanien mit einer Verschlechterung gerechnet.