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Holocaust-Mahnmal: Manschetten gegen Betonschäden

Berlin (dpa) - Das Berliner Holocaust-Mahnmal bröckelt weiter, jetzt sollen probeweise Manschetten den drohenden Abbruch von Betonteilen verhindern. Etwa jede siebte der 2700 Stelen müsse voraussichtlich gesichert werden, teilte die Stiftung Mahnmal für die ermordeten Juden Europas am Mittwoch mit.

Metalleinfassung am jüdischen Mahnmal Das gehe aus einem vom Berliner Landgericht angeordneten Gutachten hervor. Bisher sei um zwei Blöcke ein solcher Metallrahmen gelegt worden.

Betroffen seien allerdings nur solche Stelen, die zwischen einem und zwei Metern hoch sind und bei denen Risse festgestellt wurden, die ganze Betonteile umschließen. Nach Darstellung des Sachverständigen Wolfgang Brameshuber (Technische Hochschule Aachen) drohen die von den Rissen umschlossenen Betonteile herauszubrechen und herabzufallen. Bereits kurz nach der Eröffnung 2005 waren erste Risse in dem vom amerikanischen Architekten Peter Eisenman entworfenen Denkmal aufgetaucht.

Das Berliner Landgericht hatte Mitte Februar auf Antrag der Denkmalstiftung und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Beweisverfahren gegen die Baufirma Geithner eröffnet. Das Unternehmen hatte das Denkmal gebaut. Vor Gericht soll geklärt werden, warum das Mahnmal verfällt und wer dafür die Verantwortung trägt.

In einem ersten Schritt seien alle betroffenen Stelen identifiziert worden, an zwei Stelen seien nun zur Probe Stahlmanschetten montiert worden. Das Stelenfeld werde täglich kontrolliert. Damit komme die Denkmalstiftung auch ihrer Versicherungspflicht für das Denkmal nach. Alle Beteiligten könnten sich nun zu dem Gutachten äußern und zusätzliche Fragen stellen, teilte die Stiftung weiter mit.


 
       
     
     
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