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Rundum versorgt - Nachtcremes regenerieren die Haut

Von Susanne Collins, dpa

Berlin (dpa/tmn) - Cremen, cremen, cremen: Eine schöne Gesichtshaut braucht viel Pflege, und das mit steigendem Alter erst recht. Besonders gut tut der Haut die Nährstoffaufnahme über Nacht.

Nachtcremes regenerieren die Haut Nachts regeneriert der Körper sich von den Strapazen des Tages. Das gilt auch für die Haut, und gerade im Gesicht ist da eine Portion Pflege gut. «Die Haut übernimmt tagsüber eine andere Funktion als nachts. Während sie über Tag vor Umwelteinflüssen schützt, regeneriert sie sich in der Nacht und tankt Kraft», erläutert Elena Helfenbein, Beauty-Expertin des VKE-Kosmetikverbandes in Berlin.

Und so behaupten viele Kosmetikexperten: Eine Nachtcreme sei Pflicht - aber auf die Inhaltsstoffe kommt es an. Eine aufbauende, feuchtigkeitsspendende Creme sei ideal, sagt Helfenbein. Sie fülle das Feuchtigkeitsdepot der Haut durch Pflanzenöle, Hyaluronsäure oder Sheabutter auf und unterstütze den Regenerationsprozess.

Welche Creme abends zum Einsatz kommt, sei aber keine Frage des Namens: «Eine Tagescreme kann die Haut im Schlaf genauso gut pflegen wie eine spezielle Nachtpflege. Jedoch sind Nachtcremes oft reichhaltiger, weil die Haut abends länger Zeit hat, die Creme aufzunehmen.» Am wichtigsten sei, dass die Wirkstoffe auf das persönliche Hautbild abgestimmt sind.

«Für den normalen Hauttyp eignen sich wirkstoffreiche, aber leichte Emulsionen, strapazierte Haut benötigt gehaltvolle Inhaltsstoffe», rät Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt. Produkte für empfindliche Haut enthielten hautberuhigende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe. Trockene Haut werde mit essenziellen Fettsäuren und ProVitamin B5 (Panthenol) optimal gepflegt.

«Ätherisches Rosenöl hilft bei der Erneuerung der Epidermis, Zaubernuss aktiviert die Poren, Sanddorn regeneriert und stärkt die Haut», ergänzt Jenny Pohl, Sprecherin des Bundesverbandes deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDIH) in Mannheim. Auch Traubenkern- und Wildrosenöl würden während der nächtlichen Regeneration helfen.

Und was sollten Männer beachten? Sie brauchen Pflegeprodukte mit viel Feuchtigkeit, die aber wenig Fett enthalten, antwortet Pohl. «Bei ihnen ist das Bindegewebe und die hautnahe Muskulatur fester, die Neigung zu Fettdepots geringer. Der äußere Lipidfilm aber ist ausgeprägter - und damit auch das Wasserrückhaltevermögen der Haut», erläutert die Expertin. «Dank der vermehrten Fettung ist die Haut auf natürliche Weise glatter, zugleich aber auch großporiger. Falten treten deutlich später auf als bei Frauen, sind dafür aber tiefer und oftmals sehr charakteristisch.»

Ältere könnten mit den Cremes auch gegen freie Radikale ankämpfen, die für die schnelle Hautalterung verantwortlichen sind. Stoffe mit hoher antioxidativer Wirkung seien beispielsweise in pflanzlichen Samenölen wie Kürbiskernöl oder Schwarzkümmelöl enthalten, sagt Pohl.

Die Vorbeugung von Falten sollte bereits Mitte 20 beginnen. Vor allem UVA- und UVB-Strahlen führten zu einem vorzeitigen Alterungsprozess. «Der natürliche Alterungsprozess startet mit 25. Jetzt sollte die Haut zweimal täglich zusätzliche Pflege erhalten», rät Birgit Huber. «Gerade in der Nachtpflege gibt es viele Produkte mit spezieller Anti-Aging-Wirkung wie Fruchtsäuren.» Regelmäßige Ruhepausen, Sauerstoff, Bewegung, wenig Stress, Zurückhaltung bei Sonnenbad, Alkohol und Zigaretten sowie eine bewusste Ernährung fördern die Wirkung der Hautpflege zusätzlich.

«Ab 30 neigt die Haut zu Trockenheitsfältchen - die Pflege muss reichhaltiger sein», sagt Pohl. «Ab 40 wird die Haut zunehmend trockener, die Fältchen werden tiefer. Jetzt sollte die Widerstandskraft mit Cremes für anspruchsvolle Haut verstärkt werden.»

Extraportion Pflege bei KälteEisige Winde, bittere Kälte und im Haus trockene Heizungsluft: Im Winter braucht die Gesichtshaut eine besondere Pflege. «Sobald das Thermometer acht Grad plus unterschreitet, stellt sich der Hautstoffwechsel um, und die Talgdrüsen drosseln ihre Arbeit», erläutert Jenny Pohl. Zwar benötige die Haut jetzt Feuchtigkeit. Leichte Fluids oder Moisturizer können bei Kälte jedoch auf der Haut zu Eis erstarren und zu Mikroerfrierungen führen. «Damit es erst gar nicht soweit kommt, auf einen hohen Fettgehalt achten.»


 
       
     
     
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